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Das Prager Eltern-Kind-Programm

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» Das Prager-Eltern-Kind-Programm ist ein Konzept der pädagogischen Gruppenarbeit mit Eltern und ihren Kindern im ersten Lebensjahr. «


Der Prager Psychologe Dr. Jaroslav Koch erforschte zwischen den 1950er und 1970er Jahren die Entwicklung des Kindes im ersten Lebensjahr. Er erkannte die Bedeutung der frühen Anregung des Säuglings für dessen motorische und psychische Entwicklung. Zur Anwendung seiner Erkenntnisse entwickelte er zahlreiche Bewegungsanregungen und -spiele mit dem Säugling, die - ohne jeglichen Druck oder Zwang - von der Eigenaktivität des Säuglings ausgehen und ihn in seiner Entwicklung unterstützen.
Als Koch seine Forschungsergebnisse 1969 in der BRD auf einem Kongress vorstellte, entdeckte die Bochumer Psychologin Dr. Christa Ruppelt die Ergebnisse Kochs als Grundlage für die präventive Gruppenarbeit mit Müttern und ihren Babys im 1. Lebensjahr und übertrug sie in den Folgejahren mit Hilfe ihrer Mitarbeiter in ein gruppenpädagogisches Konzept.
1978 wurde die Namensgebung "Prager Eltern-Kind-Programm" (PEKiP) - zu Ehren des Pragers Kochs - beschlossen.

 

Eltern werden in der PEKiP-Gruppe von der Gruppenleiterin individuell angeleitet, die zu ihrem Baby und dessen momentanen Bedürfnissen und Entwicklungsstand passenden Spiel- und Bewegungsanregungen mit ihm auszuführen.
Sie erhalten die Möglichkeit, über das 1. Lebensjahr der Kinder intensive Kontakte zu den anderen Teilnehmern aufzubauen, die sich alle in einer ähnlichen Lebenssituation befinden. Die Eltern können sich während der Gruppentreffen über Fragen zum Alltag mit Baby, die beispielsweise Ernährung oder Schlaf betreffen, austauschen und sich gegenseitig unterstützen.
Sie lernen etwas über die Entwicklung des Babys, können Neues zu Hause ausprobieren und nehmen Ideen für das Spiel mit ihrem Baby mit.
Durch die intensive Beschäftigung mit ihrem Baby während der Gruppentreffen nehmen die Eltern dessen Bedürfnisse und Fähigkeiten deutlicher wahr, können einfühlsam reagieren und festigen so die Eltern-Kind-Beziehung. Sie werden sicherer im Umgang mit dem Baby und lernen, seinen Fähigkeiten und deren Entwicklung zu vertrauen.

 

Dem kleinen Kind bieten sich in der PEKiP-Gruppe mit seiner Mutter oder seinem Vater vielfältige neue Erfahrungsmöglichkeiten. Es genießt den intensiven Kontakt mit seiner Mutter, erprobt mit der Sicherheit ihrer Anwesenheit im Hintergrund neue Bewegungen, entdeckt Spielzeuge und verschiedenste Materialien und lernt im Laufe des Jahres seinen eigenen Körper immer besser kennen und beherrschen.
Die Babys fühlen sich ohne Kleidung besonders wohl und bewegen sich ungehemmt. Sie genießen die Berührungen der Eltern und die Sinneseindrücke der Spielmaterialien über die Haut.
Mit etwa 3 Monaten beginnen die Kinder, auch untereinander Kontakt aufzunehmen durch Blicke, Lächeln, Laute, Berührungen sowie später durch das Aufeinanderzubewegen durch Robben, Krabbeln oder Laufen und das gemeinsame "Spiel" mit einem Gegenstand.
Alle Angebote richten sich nur an das wache, satte und aufmerksame Baby, das seine Freude am Spiel zeigt. Die Bedürfnisse des Babys, wie schlafen, trinken, ruhen, zuschauen, gehen immer vor, werden sensibel wahrgenommen und angemessen beantwortet - kein schlafendes Kind wird zum PEKiP geweckt, keines wird zum Spiel oder zur Kontaktaufnahme gezwungen. Die Gruppenleiterin versteht sich diesbezüglich auch als "Dolmetscher" und "Anwältin" des Babys.

 

Ein Programm im modernen Gebrauchssinn des Wortes ist PEKiP nicht. Es gibt keinen Ablaufplan, der verfolgt wird und es wird auch keine "Baby-Animation" betrieben. PEKiP ist ein Konzept, das Eltern und Babys in einer kleinen Gruppe auf der Grundlage von speziellen Spiel-, Sinnes- und Bewegungsanregungen Begleitung, Unterstützung und Kontakte im ersten Lebensjahr bietet und dabei die große Individualität von Babys und ihren Eltern sowie die Bedürfnisse des Babys nach Sicherheit, aber auch nach Anregung, achtet.
Der erste PEKiP-Kurs fand 1973 unter der Leitung von Dr. Christa Ruppelt statt. Prof. Dr. Hans Ruppelt begleitete die ersten Jahre der Anwendung des Konzepts wissenschaftlich, führte Studien durch und publizierte die Ergebnisse. Dr. Dana Kubani ergänzte seine Forschungen in den 1980er Jahren.
Heute bieten 1600 Institutionen PEKiP an und 55000 Familien nehmen jede Woche an den von 2500 pädagogisch ausgebildeten und vom PEKiP e.V in ca. zweijähriger Fortbildung zertifizierten Gruppenleiterinnen angebotenen Kursen teil.

(c) Melanie Lerch 2010

 

Die PEKiP-Standards

Eine PEKiP-Gruppe besteht aus 6-8 Erwachsenen und deren möglichst gleichaltrigen Babys.

Sie beginnt ab der 4.-6. Lebenswoche der Babys, auch ein Start mit älteren Babys ist denkbar.

Die Entwicklungsbegleitung erstreckt sich über das 1. Lebensjahr.

Die Treffen finden einmal wöchentlich für 90 Minuten, vor- oder nachmittags, statt, wobei das An- und Ausziehen der Babys Teil des Gruppentreffens ist.

Die Babys sind während der Spielzeit nackt.

Die Gruppenarbeit wird in einem genügend großen, warmen, sauberen Raum angeboten.

Die PEKiP-Anregungen stehen im Mittelpunkt der Gruppenarbeit.Sie ermöglichen eine entwicklungsadäquate Begleitung der Kinder und eine handlungsorientierte und situationsbezogene Bildungsarbeit mit den Erwachsenen.

PEKiP-Gruppen können mit weiteren Formen der Elternarbeit ergänzt werden.

Die PEKiP-Gruppe wird von einer PEKiP-Gruppenleiterin / einem PEKiP-Gruppenleiter mit PEKiP-Zertifikat durchgeführt.

(c) PEKiP e.V., Am Böllert 3, 47269 Duisburg

 

"PEKiP: Zeit der Zärtlichkeit"; Artikel bei urbia.de

offener Brief von Frau Polinski - Mitgründerin von PEKiP - an Frau Aly, PEKiP-Kritikerin

PEKiP e.V. mit Kurssuche für Eltern

Homepage von Liesel Polinski, PEKiP-Mitgründerin

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URL: http://www.knetfeder.de/kkp/pekipinfo.html

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