{"id":312,"date":"2017-11-25T00:45:52","date_gmt":"2017-11-24T23:45:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp\/?page_id=312"},"modified":"2023-01-23T13:35:21","modified_gmt":"2023-01-23T12:35:21","slug":"eltern-kind-beziehung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/eltern-kind-beziehung\/","title":{"rendered":"Die fr\u00fche Eltern-Kind-Beziehung"},"content":{"rendered":"<h3><span style=\"color: #ccccff;\">.<\/span><\/h3>\n<p><span style=\"color: #ccccff;\">.<\/span><span style=\"color: #ccccff;\">.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ccccff;\">.<\/span><span style=\"color: #ccccff;\">.<\/span><span style=\"color: #ccccff;\">.<\/span><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Bindungsaufbau im allt\u00e4glichen Austausch<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00bb<span style=\"color: #8080aa;\">Die Bindungstheorie ist vor allem ein besonderer Weg,<\/span><\/strong><br \/>\n<strong><span style=\"color: #8080aa;\">\u00fcber menschliche Entwicklung nachzudenken.<\/span>\u00ab<\/strong><br \/>\n( Grossmann; Grossmann; Winter &amp; Zimmermann: Bindung und seelische Entwicklungswege )<\/p>\n<p>Der folgende Text ist im Rahmen meiner <a href=\"https:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp\/diplomarbeit\/\">Diplomarbeit<\/a> entstanden. Die Arbeit besch\u00e4ftigt sich mit der elterngerechten Vermittlung von bindungstheoretischen Konzepten und Ergebnissen der Eltern-S\u00e4uglings-Interaktionsforschung in Elternliteratur.<\/p>\n<div id=\"attachment_707\" style=\"width: 89px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp\/products-page\/\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-707\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-707 size-full\" title=\"Nutzungsrechte f\u00fcr diesen Artikel erwerben im Shop\" src=\"https:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/kaufen.gif\" alt=\"Nutzungsrechte f\u00fcr diesen Artikel erwerben im Shop\" width=\"89\" height=\"81\" srcset=\"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/kaufen.gif 89w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/kaufen-31x28.gif 31w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/kaufen-38x35.gif 38w\" sizes=\"(max-width: 89px) 100vw, 89px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-707\" class=\"wp-caption-text\">Nutzungsrechte erwerben<\/p><\/div>\n<p>Inzwischen habe ich sowohl meine Diplomarbeit als auch darauf aufbauend meine Dissertation abgeschlossen. Dennoch interessiert mich weiterhin sehr, wie Eltern den Text hinsichtlich seiner Verst\u00e4ndlichkeit, N\u00fctzlichkeit oder einfach &#8220;Interessantheit&#8221; einsch\u00e4tzen. Daher bitte ich alle Leser des folgenden Textes, mir ein kleines Feedback \u00fcber das Kontaktformular am Ende des Artikels (<a href=\"https:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp\/eltern-kind-beziehung\/4\/\">auf Seite 4<\/a>) zukommen zu lassen. Danke!<\/p>\n<div class=\"wp_box_blau_breit\">\n<h4><span style=\"color: #8080aa;\"><strong><a href=\"https:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp\/entwicklungsuebersicht.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-791 size-full\" title=\"zur Tabelle &quot;Entwicklungs\u00fcbersicht&quot;\" src=\"https:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/buttonentwuebersicht.jpg\" alt=\"zur Tabelle &quot;Entwicklungs\u00fcbersicht&quot;\" width=\"50\" height=\"57\" srcset=\"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/buttonentwuebersicht.jpg 50w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/buttonentwuebersicht-27x31.jpg 27w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/buttonentwuebersicht-33x38.jpg 33w\" sizes=\"(max-width: 50px) 100vw, 50px\" \/><\/a>Das Wichtigste ganz kurz zusammengefasst:<\/strong><\/span><\/h4>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #8080aa;\"><strong>Bindung<\/strong> <\/span>ist die besondere, enge, gef\u00fchlsgetragene Beziehung zwischen Eltern und Kind, die nach einem halben Jahr des allt\u00e4glichen Umgangs und des Austauschs miteinander gefestigt ist. Jedes Kind baut eine solche Bindung zu seinen Eltern auf, denn sein Bed\u00fcrfnis nach Zuwendung und Sicherheit ist ebenso grundlegend wie jenes nach Nahrung.<\/li>\n<li>Bereits Babys k\u00f6nnen sich an <span style=\"color: #8080aa;\"><strong>mehr als eine Person<\/strong><\/span> binden.<\/li>\n<li>Je nach Verhalten der Eltern im Austausch und bei der Versorgung des Babys kann die Bindung des Babys an seine Eltern <strong><span style=\"color: #8080aa;\">sicher oder unsicher<\/span><\/strong> sein. Bei zuverl\u00e4ssiger, liebevoller und einf\u00fchlsamer Betreuung entsteht eher eine sichere Bindung als unter einem Mangel an Z\u00e4rtlichkeit, F\u00fcrsorge und wenig oder unbest\u00e4ndig einf\u00fchlsamer Behandlung des Babys. Mit sp\u00e4testens einem Jahr unterscheiden sich sicher und unsicher gebundene Babys deutlich im Verhalten voneinander.<\/li>\n<li>Die <span style=\"color: #8080aa;\"><strong>Sicherheit der Bindung hat Auswirkungen<\/strong> <\/span>auf die Gesamtentwicklung und die Pers\u00f6nlichkeit des Babys. Die Entwicklung von sicher gebundenen Kindern verl\u00e4uft positiver und problemloser. Sie haben ein h\u00f6heres Selbstwertgef\u00fchl und sind vor Verhaltensproblemen und seelischen Erkrankungen besser gesch\u00fctzt. Ihr allgemeines Beziehungsverhalten ist offener und vertrauensvoller.<\/li>\n<li>Je feinf\u00fchliger die Eltern mit ihrem Baby umgehen, desto wahrscheinlicher ist der Aufbau einer sicheren Bindung. <span style=\"color: #8080aa;\"><strong>Feinf\u00fchlige Eltern<\/strong> <\/span>beobachten ihr Baby aufmerksam, finden seine Bed\u00fcrfnisse anhand feinster \u00c4u\u00dferungen des Babys heraus und kommen ihnen auf passende Weise schnell nach.<\/li>\n<li><span style=\"color: #8080aa;\"><strong>Ein Baby kann nicht verw\u00f6hnt werden.<\/strong><\/span> Auf jedes Bed\u00fcrfnis des Babys soll eingegangen werden, damit das Baby Verl\u00e4sslichkeit erf\u00e4hrt und ein grundlegendes Vertrauen in seine Welt erwirbt.<\/li>\n<li>Das <strong><span style=\"color: #8080aa;\">Baby<\/span> <\/strong>selbst tr\u00e4gt mit Hilfe seiner angeborenen Verhaltensausstattung aktiv viel zum Gelingen der Beziehungsaufnahme zu seinen Eltern bei. Es kann sich von Anfang an mitteilen, sich am Austausch beteiligen und auf Antworten seiner Eltern reagieren.<\/li>\n<li>Die <strong><span style=\"color: #8080aa;\">Eltern<\/span> <\/strong>sind ebenfalls bestens f\u00fcr den bindungswichtigen Austausch mit ihrem Baby vorbereitet. Sie verstehen Babys nichtsprachliche \u00c4u\u00dferungen intuitiv und antworten ihm so, dass es sie auch verstehen kann. Diese elterliche Intuition sollte ausgelebt und keinesfalls unterdr\u00fcckt werden, denn sie ist sehr wertvoll f\u00fcr die Entwicklung des Babys und den Bindungsaufbau.<\/li>\n<li>Durch die gegenseitige Angepasstheit der F\u00e4higkeiten von Baby und Eltern entstehen im Zwiegespr\u00e4ch und wechselseitigem Austausch \u201e<span style=\"color: #8080aa;\"><strong>Engelskreise<\/strong><\/span>\u201c: die Eltern sind stolz und zufrieden, das Baby ist gl\u00fccklich und f\u00fchlt sich sicher und verstanden. Die besten Voraussetzungen zum Lernen sind geschaffen.<\/li>\n<li>\u201e<span style=\"color: #8080aa;\"><strong>Teufelskreise<\/strong><\/span>\u201c sind andauernd gest\u00f6rte Abl\u00e4ufe des Austauschs zwischen Eltern und Baby. Halten diese an und werden die \u201eEngelskreise\u201c immer weniger, ist professionelle Unterst\u00fctzung notwendig.<\/li>\n<li>Das <strong><span style=\"color: #8080aa;\">Fremdeln<\/span><\/strong>, das etwa im 8. Lebensmonat des Babys beginnt, ist ein Zeichen der sich entwickelnden oder gefestigten Bindung zu seinen Eltern. Es ist ein positives Zeichen der Entwicklung und daher kein Grund zum \u00c4rgern oder zur Sorge. Das fremdelnde Baby sollte getr\u00f6stet und beruhigt werden. Fremdeln ist eine Entwicklungserscheinung, die von alleine vor\u00fcbergeht.<\/li>\n<li>Sobald das Baby sich fortbewegen kann, muss es sein <span style=\"color: #8080aa;\"><strong>pers\u00f6nliches Gleichgewicht<\/strong> <\/span>finden zwischen der Erkundung der Umwelt, die auch Gefahr und Angst beinhaltet, und der Bindung, die Sicherheit gibt. Das optimale Gleichgewicht finden Babys, deren Eltern ihnen als \u201esicherer Hafen\u201c w\u00e4hrend der Erkundung zur Verf\u00fcgung stehen, in dem es \u201eauftanken\u201c und sich Zuwendung und Trost holen kann.<\/li>\n<li><strong>Betreuung<\/strong> durch andere Personen ist grunds\u00e4tzlich auch im ersten Jahr m\u00f6glich, wenn das Baby langsam an die Betreuerin gew\u00f6hnt wird und eine Bindung zu ihr aufbauen kann, bevor es mit ihr alleine gelassen wird. Bei der Betreuerin soll es sich um die immer selbe Person handeln, der auch die Eltern voll vertrauen k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<h3><em><span style=\"color: #8080aa;\"><strong>Liebe Eltern,<\/strong><\/span><\/em><\/h3>\n<p><em>Sie haben (oder wollen vielleicht demn\u00e4chst) ein Baby bekommen. Wahrscheinlich haben sie an einem S\u00e4uglingspflege- oder Geburtsvorbereitungskurs teilgenommen, wo Sie gelernt haben, wie man ein Baby f\u00fcttert, wickelt, w\u00e4scht und tr\u00e4gt. Aber zur gesunden Entwicklung Ihres Babys geh\u00f6rt viel mehr als nur sein k\u00f6rperliches Wohl. Um gesund und gl\u00fccklich heranwachsen zu k\u00f6nnen, muss Ihr Baby sich geliebt und in all seinen Bed\u00fcrfnissen verstanden f\u00fchlen. Hierzu geh\u00f6rt auch sein gro\u00dfes, lebenswichtiges Bed\u00fcrfnis nach zuverl\u00e4ssiger, einf\u00fchlsamer Zuwendung und Sicherheit durch die Menschen, die ihm am n\u00e4chsten stehen &#8211; durch Sie als seine Eltern.<\/em><\/p>\n<p><em>Diese Informationsschrift f\u00fchrt Sie in aktuelle Erkenntnisse der Forschung \u00fcber die Eltern-Kind-Beziehung und die S\u00e4uglingsforschung ein, die im ersten Lebensjahr Ihres Kindes f\u00fcr Sie bedeutsam sind. Es geht dabei nicht darum, Ihnen bis ins Detail vorzuschreiben, wie Sie den Umgang mit Ihrem Baby gestalten sollen. Vielmehr sollen die hier bereitgestellten Informationen Ihnen eine Wissensbasis bieten, auf deren Grundlage Sie Ihr Baby und seine Sichtweise besser verstehen k\u00f6nnen. Dieses Verst\u00e4ndnis wird Ihnen vielleicht helfen, in Situationen der Unsicherheit das Richtige f\u00fcr Ihr Baby zu tun. Ihr Baby macht dadurch immer wieder die sch\u00f6ne und wichtige Erfahrung, dass es sich erfolgreich mitteilen kann. Es erlebt, dass Sie verstehen, was es braucht, und dass Sie ihm dies auch geben m\u00f6chten und k\u00f6nnen. Mit dieser Sicherheit und dem fr\u00fch verankerten Gef\u00fchl des Vertrauens kann Ihr Baby sich k\u00f6rperlich und seelisch gesund entwickeln.<\/em><\/p>\n<p><em>Trotzdem ist es wichtig f\u00fcr Sie zu wissen, dass Ihr Baby keine Perfektion von Ihnen erwartet. Kleine Unstimmigkeiten geh\u00f6ren zum Leben, und auch ein Baby kann schon lernen, damit umzugehen, so lange es sich im Gro\u00dfen und Ganzen sicher sein kann, dass Sie da sind und immer versuchen, seine Bed\u00fcrfnisse zu verstehen.<\/em><\/p>\n<h4><strong><span style=\"color: #8080aa;\">Die Bindung zwischen dem Baby und seinen Eltern<\/span><\/strong><\/h4>\n<p>W\u00e4hrend sich die Bindung der Eltern zu ihrem Baby recht schnell festigt, entsteht eine stabile Bindung des Babys an seine Eltern langsam im Laufe der ersten sechs bis acht Monate. Doch was ist mit dem Begriff &#8220;Bindung&#8221; \u00fcberhaupt gemeint? Gedanklich fallen einem spontan Verkn\u00fcpfungen ein wie Beziehung, Liebe, die N\u00e4he eines anderen Menschen brauchen, sich sicher f\u00fchlen, Gef\u00fchle miteinander teilen, f\u00fcrsorglich miteinander umgehen und sich auch f\u00fcreinander verantwortlich f\u00fchlen.<br \/>\nAngesichts solcher Bedeutungen und Inhalte des Begriffes wird schnell klar, dass man nur zu wenigen Menschen eine Beziehung hat, die tats\u00e4chlich als &#8220;Bindung&#8221; bezeichnet werden kann. Die einzigartige Beziehung zwischen dem Baby und seinen Eltern geh\u00f6rt zu diesen wenigen und nimmt gleichzeitig eine Sonderstellung unter ihnen ein. Denn f\u00fcr ein Baby h\u00e4ngt, anders als bei Bindungen zwischen Erwachsenen, viel mehr als Wohlbefinden und Gl\u00fcck von der Bindung zu seinen Eltern ab: sein \u00dcberleben.<\/p>\n<div class=\"wp_box_blau\">\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #8080aa;\"><strong>Bindung<br \/>\n<\/strong>im Sinne der Bindungstheorie:<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #8080aa;\"><br \/>\n<\/span>Enges, gef\u00fchlsgetragenes Band zwischen Elternteil und Kind, das nach einem halben Jahr des allt\u00e4glichen Umgangs und der Erfahrungen miteinander gefestigt ist und langandauernd besteht. Lebenslanges Grundbed\u00fcrfnis jedes Menschen.<\/p>\n<\/div>\n<p>Die Bindungstheorie, eine einflussreiche psychologische Theorie von John Bowlby, besagt, dass das Bed\u00fcrfnis des Menschen nach Bindung genauso bedeutsam f\u00fcr sein \u00dcberleben ist wie etwa sein Bed\u00fcrfnis nach Nahrung oder nach Kennenlernen seiner Umwelt. Dennoch stehen in vielen Informationen f\u00fcr Eltern die geistige und k\u00f6rperliche Entwicklung oder die Pflege des Babys viel mehr im Vordergrund als die Entwicklung seiner Gef\u00fchlswelt, die eng mit dem Aufbau von Bindungen zwischen dem Baby und den Eltern zusammenh\u00e4ngt. Ergebnisse aus der Bindungsforschung weisen aber darauf hin, dass das erste Lebensjahr des Babys, in dem auch die grundlegenden Bindungen entstehen, entscheidend ist f\u00fcr die Entwicklung von Beziehungsf\u00e4higkeit, Vertrauen und eines grundlegenden Gef\u00fchls von Sicherheit. Es ist die Zeitspanne, in der f\u00fcr die gesamte Lebenszeit die Grundmuster f\u00fcr Beziehungen und das Verhalten innerhalb dieser gelegt werden. Trotzdem ist diese bedeutende Phase keine Pr\u00e4gungsphase &#8211; auch in sp\u00e4teren Entwicklungsphasen k\u00f6nnen neue Beziehungserfahrungen die Bindungsf\u00e4higkeit beeinflussen. Aber positive Grundsteine als Basis sind n\u00f6tig, damit die Entwicklung des Kindes in allen Bereichen gelingen kann.<\/p>\n<p>Diese Informationsschrift soll vor allem Eltern mit der Denkweise der Bindungstheorie bekannt und mit dem Gedanken vertraut machen, dass die Art, wie sie mit ihrem Baby in seinem wichtigen ersten Jahr umgehen, die Art seiner Bindung zu ihnen bestimmen wird, die wiederum sein ganzes Leben lang wichtige Teile seiner Pers\u00f6nlichkeit beeinflussen wird.<\/p>\n<h4><span style=\"color: #8080aa;\"><strong>Die Grundannahmen der Bindungstheorie &#8211; Babys brauchen Bindung!<\/strong><\/span><\/h4>\n<p>Das Baby kommt mit Verhaltensweisen auf die Welt, die es ihm vom Moment der Geburt an erm\u00f6glichen, Beziehungen zu anderen Menschen einzugehen und aufrecht zu erhalten. Zu diesen Verhaltensweisen <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"img-blauerrahmen alignleft wp-image-798 size-full\" src=\"https:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung2.jpg\" alt=\"\" width=\"165\" height=\"109\" srcset=\"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung2.jpg 165w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung2-31x20.jpg 31w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung2-38x25.jpg 38w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung2-148x98.jpg 148w\" sizes=\"(max-width: 165px) 100vw, 165px\" \/>geh\u00f6ren direkt nach der Geburt vor allem das Weinen und das Anblicken, aber bald ist das Baby auch in der Lage zu l\u00e4cheln, zu brabbeln, sich anzuklammern, und sp\u00e4ter kann es auch durch Robben, Krabbeln und Laufen Kontakt herstellen. Die Entwicklung dieser Verhaltensweisen ist unfehlbar im Baby angelegt, und Erwachsene reagieren nahezu automatisch auf solche Kontaktw\u00fcnsche eines Babys. Das Baby ist also genetisch bereits bestens daf\u00fcr ausger\u00fcstet, eine Beziehung zu Menschen herzustellen und ihnen ganz ohne Worte seine Bed\u00fcrfnisse mitzuteilen, um im Laufe des ersten Lebensjahres die lebenswichtige Bindung zu ihnen aufzubauen.<\/p>\n<p>Die Bindung entsteht in der regelm\u00e4\u00dfigen Begegnung von Eltern und Kind im Alltag. W\u00e4hrend das Baby versorgt, gepflegt und besch\u00fctzt wird, findet auch ein gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfiger und spielerischer Austausch zwischen ihm und seinen Eltern statt, der \u00e4hnlich wie intensive Gespr\u00e4che zwischen Erwachsenen dazu f\u00fchrt, dass Baby und Eltern sich immer besser kennenlernen. Die so entstehende pers\u00f6nliche Bindung des Babys an seine Eltern ist nicht einfach \u00fcbertragbar auf andere Personen, d.h., das Baby bindet sich genau an jene Menschen, die seinen k\u00f6rperlichen, aber vor allem seinen gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfigen Bed\u00fcrfnissen zuverl\u00e4ssig und regelm\u00e4\u00dfig nachkommen. An dieser Stelle muss betont werden, dass das Baby durchaus bereits in der Lage ist, zu mehr als einem Menschen eine Bindung aufzubauen, und dass diese Menschen nicht seine leiblichen Eltern sein m\u00fcssen. In den meisten F\u00e4llen sind es aber nat\u00fcrlich zun\u00e4chst einmal seine beiden Elternteile, an die es Bindungen entwickelt, und dar\u00fcber hinaus vielleicht noch an ein oder zwei weitere Menschen, die sich ihm regelm\u00e4\u00dfig zuwenden. Diese Bindungen stehen in einer Hierarchie, d.h., das Baby bevorzugt m\u00f6glicherweise eine bestimmte Person, wenn es Trost braucht, und eine andere, wenn es spielen m\u00f6chte. Die aus dem intensiven Zusammensein und auch aus der Abh\u00e4ngigkeit des Babys entstehende Bindung bleibt normalerweise lange erhalten, manchmal gar ein Leben lang, und ist mit so intensiven Gef\u00fchlen wie Liebe verbunden.<\/p>\n<h4><strong><span style=\"color: #8080aa;\">Bindung ist nicht gleich Bindung<\/span><\/strong><\/h4>\n<p>Bindung zwischen dem Baby und den Menschen, die es versorgen, verbunden mit den ersten Gef\u00fchlen, entwickelt sich also auf jeden Fall, und zwar unabh\u00e4ngig davon, ob diese Menschen &#8220;gut&#8221; oder &#8220;schlecht&#8221; zu ihrem Baby sind, es lieben oder es vernachl\u00e4ssigen. Das Baby kommt einfach mit der Anlage und entsprechenden Verhaltensweisen zum Bindungsaufbau zur Welt und kann sich nicht aussuchen, ob und an wen es sich binden m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Obwohl jedes Baby daher zwangsl\u00e4ufig eine Bindung an seine Eltern entwickelt, unterscheiden sich die &#8220;Qualit\u00e4ten&#8221; dieser Bindungen. Ein Baby, das von seinen Eltern eher vernachl\u00e4ssigt wird, wird demnach eine andere Art von Bindung zu ihnen entwickeln, als eines, das zuverl\u00e4ssig und liebevoll versorgt wird. Es sind also die ersten Erfahrungen, die das Baby im Laufe seines ersten Jahres mit seinen Eltern gemacht hat, die die Qualit\u00e4t seiner Bindung an sie beeinflussen. Eine solche Bindungsqualit\u00e4t l\u00e4sst sich gegen Ende des ersten Lebensjahres des Babys feststellen. Zu diesem Zeitpunkt unterscheiden sich Kinder mit verschiedenen Bindungsqualit\u00e4ten untereinander bereits in Verhalten und Gef\u00fchls\u00e4u\u00dferung.<\/p>\n<h4><strong><span style=\"color: #8080aa;\">Sichere und unsichere Bindungen<\/span><\/strong><\/h4>\n<p>Wenn das Baby etwa ein Jahr alt ist und sich immer freier alleine bewegen kann, zeigt sich deutlich seine pers\u00f6nliche Art der Bindung an seine Eltern. Von diesem Zeitpunkt an kann nicht mehr nur der Erwachsene, sondern auch das Baby selbst \u00fcber Trennung und R\u00fcckkehr entscheiden: es kann z.B. seiner sich entfernenden Mutter nachlaufen oder sich selbst von ihr fort bewegen, um ein interessantes Spielzeug zu begutachten. In der Art, wie Baby und Eltern dieses Wechselspiel von Trennung und Wiederfinden gestalten und welche Gef\u00fchle sie dabei \u00e4u\u00dfern, zeigt sich, inwieweit das Baby seinen Eltern vertraut.<br \/>\nEin Baby, das bisher \u00fcberwiegend zuverl\u00e4ssige Zuwendung, einf\u00fchlsame Betreuung und liebevolle Versorgung erfahren hat, zeigt mit einem Jahr eine sichere Bindung an seine Eltern. Dieses Baby kann sich innerlich ganz fest darauf verlassen, dass seine Eltern zur rechten Zeit das Richtige f\u00fcr es tun &#8211; es kann vertrauen.<br \/>\nHat ein Baby im ersten Jahr jedoch eher einen Mangel an Z\u00e4rtlichkeit und F\u00fcrsorge erlebt, wurde es wenig oder nur unbest\u00e4ndig einf\u00fchlsam behandelt oder musste es oft zu lange warten, bis seine Bed\u00fcrfnisse nach Zuwendung erf\u00fcllt wurden, wird seine Bindung an seine Eltern eher von Unsicherheit gepr\u00e4gt sein.<br \/>\nForschungsergebnisse zeigen deutliche Verhaltensunterschiede zwischen sicher gebundenen und unsicher gebundenen Babys.<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"img-blauerrahmen alignright wp-image-799 size-full\" src=\"https:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung3.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"122\" srcset=\"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung3.jpg 200w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung3-31x19.jpg 31w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung3-38x23.jpg 38w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung3-148x90.jpg 148w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><br \/>\nSicher gebundene Kinder sind meist aktiver bei der Erforschung ihrer Umgebung und im Spiel. Auf Trennungen von ihren Eltern reagieren sie mit klar ausgedr\u00fcckter Verunsicherung, Angst und Unterbrechung ihrer Spielaktivit\u00e4ten. Diese Kinder zeigen sich eindeutig froh und erleichtert, wenn ihre Eltern wiederkommen und suchen sofort deren tr\u00f6stende N\u00e4he. Sie brauchen dann nur eine kurze Zeit der Zuwendung ihrer Eltern zum &#8220;Auftanken&#8221;, bis sie sich wieder l\u00f6sen und weiterspielen k\u00f6nnen.<br \/>\nUnsicher gebundene Kinder reagieren entweder besonders stark auf Trennungen von ihren Eltern oder aber \u00e4u\u00dferlich gar nicht. Im ersten Fall ist das Baby aufgrund seiner fr\u00fcheren Erfahrungen so unsicher, ob seine Eltern ihm nach einer Trennung auch wirklich wieder zuverl\u00e4ssig zur Verf\u00fcgung stehen werden, dass es alles daran setzt, sie gar nicht erst gehen zu lassen. \u00dcberhaupt neigen diese Kinder dazu, sich in vielen Situationen eher auf ihre Eltern zu konzentrieren, statt sich voll und ganz ihrem Spiel zu widmen. Au\u00dferdem \u00fcbertreiben sie h\u00e4ufig ihre Hilfsbed\u00fcrftigkeit, da sie gelernt haben, dass ihre Eltern auf weniger intensive Unmuts\u00e4u\u00dferungen nicht zuverl\u00e4ssig eingehen. So k\u00f6nnen sie sich auch beim Wiedersehen nach einer kurzen Trennung nur schwer wieder von den Eltern l\u00f6sen, denn sie finden keinen wirklichen Trost in ihrer R\u00fcckkehr. Im zweiten Fall der unsicheren Bindung reagieren die Kinder \u00e4u\u00dferlich weder auf Trennungen von ihren Eltern noch auf das Wiedersehen: Nichts deutet darauf hin, dass \u00fcberhaupt eine Trennung stattgefunden hat. Dieses Verhalten zeigt, dass das Baby schon fr\u00fch mit Zur\u00fcckweisung durch seine Eltern zurechtkommen musste, wenn es ihre Zuwendung dringend ben\u00f6tigte. Seine Strategie, mit der Gefahr der Zur\u00fcckweisung umzugehen, besteht in der Vermeidung des engen Kontakts. Das Kind ahnt, dass ein demonstratives Ausleben seiner gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfigen Bed\u00fcrfnisse zu noch mehr Ablehnung f\u00fchren w\u00fcrde. Durch k\u00f6rperliche Untersuchungen ist bekannt, dass auch diese Babys &#8211; ebenso wie die der beiden anderen Gruppen &#8211; Angst versp\u00fcren, wenn ihre Eltern sie alleine lassen. Sie haben lediglich gelernt, ihren Trennungsschmerz nicht zu zeigen, aber &#8220;der K\u00f6rper spricht die Sprache der Seele.&#8221; (Pfluger-Jakob, M. [2001]: So entwickelt sich mein Kind. &#8211; Freiburg i. Br., S. 68.)<\/p>\n<h4><span style=\"color: #8080aa;\"><strong>Auswirkungen der Bindungsqualit\u00e4ten<\/strong><\/span><\/h4>\n<p>Die Qualit\u00e4t der Bindung beeinflusst aber nicht nur das Verhalten des Babys in Trennungssituationen, sondern hat noch weitaus bedeutendere Auswirkungen auf seine Gesamtentwicklung und seine Pers\u00f6nlichkeit. Kinder mit unterschiedlichen Bindungsqualit\u00e4ten nehmen ein je anderes Bild von der Verl\u00e4sslichkeit der Welt aus ihren ersten Bindungen in ihre Entwicklung mit. Aus den fr\u00fchen Bindungsqualit\u00e4ten des Babys an seine Eltern l\u00e4sst sich ziemlich genau ableiten, wie das Baby sich sp\u00e4ter als Kleinkind, Kind und sogar als Erwachsener im Umgang mit anderen Menschen und mit Belastungen verhalten wird.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #8080aa;\">Erkundung in Sicherheit<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst hat die Art der Bindungen des Babys Auswirkungen auf sein Erkundungsverhalten. Normalerweise ist ein Baby von Natur aus neugierig, will zu anderen Menschen Kontakt aufnehmen, die Dinge in seiner Umgebung kennenlernen, sie erforschen und spielen. Durch diese angeborenen Verhaltensweisen lernt das <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"img-blauerrahmen alignleft wp-image-800 size-full\" src=\"https:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung4.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"133\" srcset=\"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung4.jpg 200w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung4-31x21.jpg 31w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung4-38x25.jpg 38w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung4-148x98.jpg 148w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Kind alles N\u00f6tige \u00fcber seine Welt und ihre Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten. Somit bildet die Erkundung eine wichtige Voraussetzung f\u00fcr die geistige Entwicklung. Eine sichere Bindung geht mit der Bereitschaft zur Erkundung der Umwelt einher, denn nur ein sicher gebundenes Kind traut sich, den Rockzipfel seiner Eltern loszulassen und sich konzentriert der Umwelt zuzuwenden. Es muss n\u00e4mlich keine Angst haben, dass seine Eltern es verlassen, sobald es sich von ihnen l\u00f6st, und kann sicher sein, dass seine Eltern ihm bei Verunsicherung oder Angst sofort wieder zur Verf\u00fcgung stehen werden. Unsicher gebundene Kinder hingegen sind oft zu abgelenkt, um sich intensiver mit ihrer dinglichen Umwelt auseinanderzusetzen. Die einen sind sich so unsicher, ob ihre Eltern f\u00fcr sie da sein werden, falls sie sie ben\u00f6tigen, dass sie sich nicht auf die Erkundung konzentrieren k\u00f6nnen, weil sie ihre Eltern am liebsten nicht aus den Augen lie\u00dfen. Die anderen wissen, dass sie im Notfall nur wenig Trost und Zuwendung ihrer Eltern erwarten k\u00f6nnen, falls sie w\u00e4hrend ihrer Erkundungsg\u00e4nge verunsichert oder ver\u00e4ngstigt w\u00fcrden. Sichere Bindungen f\u00fchren also dazu, dass das Baby mehr sieht, mehr erlebt und auf diese Weise viele Entwicklungsanreize erh\u00e4lt.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #8080aa;\">Entwicklung<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Au\u00dferdem haben Studien ergeben, dass sicher gebundene Kinder besser mit Gleichaltrigen umgehen k\u00f6nnen, weniger Probleme mit ihnen haben und weniger aggressiv sind als unsicher gebundene Kinder. Auch entwickeln sie ein besseres Selbstwertgef\u00fchl, sind aufmerksamer und kreativer und k\u00f6nnen im sp\u00e4teren Leben besser mit Krisen und Belastungssituationen umgehen. Man kann davon ausgehen, dass eine sichere Eltern-Kind-Bindung eine sch\u00fctzende Funktion vor Verhaltensproblemen und seelischen Erkrankungen einnimmt.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #8080aa;\">Sp\u00e4tere Beziehungsf\u00e4higkeit<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich werden die fr\u00fchen Bindungserfahrungen eines Menschen und das Erlebnis der Verl\u00e4sslichkeit anderer Personen mit seiner sp\u00e4teren Beziehungsf\u00e4higkeit in Zusammenhang gebracht. Ein Kind mit positiven Bindungserfahrungen wird durch sein fr\u00fch erworbenes Vertrauen in die Zuverl\u00e4ssigkeit anderer Menschen leichter Beziehungen zu ihnen eingehen k\u00f6nnen. Es \u00fcbertr\u00e4gt seine Vorstellung von &#8220;guten Menschen&#8221; und verl\u00e4sslichen Beziehungen als Quelle des Trostes, der Best\u00e4tigung und der Liebe auf neue Situationen. Dazu geh\u00f6rt auch die eigene Elternschaft: Menschen, die als Kinder negative Bindungserfahrungen machen mussten, k\u00f6nnen h\u00e4ufig auch zu ihren eigenen Kindern keine sicheren Bindungen aufbauen.<\/p>\n<p>Trotz dieser weitreichenden Auswirkungen der ersten Eltern-Kind-Bindung auf die weitere geistige, seelische und soziale Entwicklung des Babys ist sie nicht der einzig wirksame Faktor. Auch in sp\u00e4teren Lebensphasen spielen Umwelteinfl\u00fcsse und Ereignisse eine wichtige Rolle f\u00fcr die Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung, aber die grundlegende Bedeutung der fr\u00fchesten Lebensphase l\u00e4sst sich nicht leugnen, denn sie bestimmt, ob der Mensch ein Gef\u00fchl der Sicherheit oder eines der \u00c4ngstlichkeit als ersten Eindruck von seiner Welt in seine Entwicklung mitnimmt.<\/p>\n<!--nextpage-->\n<h4>Seite 2\/4<\/h4>\n<h4><strong><span style=\"color: #8080aa;\">Wie k\u00f6nnen Eltern eine sichere Bindung erm\u00f6glichen?<\/span><\/strong><\/h4>\n<p>Wenn eine sichere Bindung zwischen dem Baby und seinen Eltern eine so wichtige Grundlage f\u00fcr die Entwicklung des Kindes bietet und sogar auf sein ganzes Leben Auswirkungen haben kann &#8211; wie k\u00f6nnen Eltern dann am besten dazu beitragen, dass ihr Baby sich sicher an sie bindet?<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst ist zu sagen, dass die allermeisten Eltern intuitiv das Richtige f\u00fcr ihr Baby tun, so dass es eine sichere Bindung an sie aufbauen kann; schlie\u00dflich ist der \u00fcberwiegende Teil aller Kinder sicher gebunden. Trotzdem kann es Eltern helfen, zu wissen, welches Verhalten bei ihrem Baby ein Gef\u00fchl der Sicherheit und Geborgenheit ausl\u00f6st und ihm so eine positive Entwicklung erm\u00f6glicht.<br \/>\nBindung entsteht in einem Prozess, der eigentlich nie abgeschlossen ist. Mit etwa 8 Monaten haben aber die meisten Babys eine Beziehung zu ihren Eltern entwickelt, die als Bindung bezeichnet werden kann. Die Grundlage dieser Bindung bildet die allt\u00e4gliche Interaktion zwischen Eltern und Baby, d.h. der intensive Austausch von Blicken, L\u00e4cheln, Z\u00e4rtlichkeiten und Worten w\u00e4hrend t\u00e4glicher Verrichtungen wie dem F\u00fcttern, Baden, Spielen, Wickeln, Tr\u00f6sten und allem anderen, was Baby und Eltern zusammen erleben. Die Bindung entsteht aber bei diesem Austausch nicht nur, weil die Eltern die offensichtlichen Bed\u00fcrfnisse des Babys erf\u00fcllen, indem sie es z.B. f\u00fcttern und wickeln. Bindung entsteht, weil die Eltern mit dem Baby dabei in einen Kontakt eintreten, der dem Dialog zwischen Erwachsenen gleicht &#8211; sie unterhalten sich mit dem Baby und das Baby unterh\u00e4lt sich mit ihnen, obwohl es noch gar nicht sprechen kann! Diese gef\u00fchlsbetonte Unterhaltung basiert n\u00e4mlich nicht auf Worten, obwohl der Erwachsene nat\u00fcrlich auch diese im Dialog mit dem Baby benutzt und benutzen soll, sondern auf viel indirekteren Signalen. Wenn die Eltern in der Lage sind, diese Form der Unterhaltung mit dem Baby zu f\u00fchren und verstehen, was es ihnen mit Hilfe seines Gesichtsausdrucks, seiner Kopf- und K\u00f6rperbewegungen, seines Glucksens, Brabbelns und Schreiens mitteilen m\u00f6chte, dann baut sich eine Bindung auf.<\/p>\n<h4><strong><span style=\"color: #8080aa;\">Wie bekommt das Baby das Gef\u00fchl, dass seine Eltern es verstehen?<\/span><\/strong><\/h4>\n<p>Wenn seine Eltern feinf\u00fchlig auf die vom Baby ge\u00e4u\u00dferten Signale und Bed\u00fcrfnisse eingehen, bekommt das Baby das sch\u00f6ne Gef\u00fchl, dass sie liebevoll und zuverl\u00e4ssig f\u00fcr es sorgen und ihm genau das geben k\u00f6nnen, was auch immer es gerade braucht. Je feinf\u00fchliger die Eltern sich im Umgang mit ihrem Baby zeigen, desto wahrscheinlicher ist der Aufbau einer sicheren Bindung.<\/p>\n<h4><span style=\"color: #8080aa;\"><strong>Was also zeichnet feinf\u00fchliges Elternverhalten aus?<\/strong><\/span><\/h4>\n<p>Mary Ainsworth, eine Kollegin von John Bowlby, hat das Konzept der Feinf\u00fchligkeit aufgestellt. Durch weltweite Forschungen wurde best\u00e4tigt, dass feinf\u00fchliges Verhalten der Eltern eine sichere Bindung zwischen Baby und Eltern herstellt, w\u00e4hrend unsichere Bindungen mit weniger feinf\u00fchligem Elternverhalten einhergehen. Feinf\u00fchliges Elternverhalten bedeutet, das Baby gut zu beobachten, seine Bed\u00fcrfnisse herauszufinden und ihnen zu entsprechen.<\/p>\n<div class=\"wp_box_blau_breit\">\n<h4><span style=\"color: #8080aa;\">Im einzelnen m\u00fcssen die Eltern:<\/span><\/h4>\n<ul>\n<li>dem Baby immer mit all ihrer <span style=\"color: #8080aa;\"><strong>Aufmerksamkeit<\/strong> <\/span>zur Verf\u00fcgung stehen, damit sie seine Bed\u00fcrfnis\u00e4u\u00dferungen \u00fcberhaupt mitbekommen k\u00f6nnen. Dies kann z.B. bedeuten, die T\u00fcr zum Kinderzimmer immer einen Spalt offen zu lassen, bzw. sich nur so weit vom Baby zu entfernen, dass man sich noch in H\u00f6rweite befindet. Au\u00dferdem darf man aber auch gedanklich nicht zu weit vom Baby abschweifen, weil einen u.U. seine schw\u00e4cheren Signale nicht mehr erreichen k\u00f6nnen, wenn man in Gedanken mit ganz anderen Dingen besch\u00e4ftigt ist.<\/li>\n<li>die \u00c4u\u00dferungen des Babys <strong><span style=\"color: #8080aa;\">richtig deuten<\/span><\/strong>. Das ist gerade beim ersten Kind nicht immer leicht: hat es Hunger, Schmerzen, Langeweile? Es ist ganz normal, dass Eltern hier zun\u00e4chst auf eine Phase des Ausprobierens angewiesen sind. Mit der Zeit lernen sie aber ihr Baby immer besser kennen, und wissen dann, wie es klingt, wenn es z.B. vor Hunger schreit. Au\u00dferdem hilft es, bei der Deutung der \u00c4u\u00dferungen des Babys zu versuchen, sich in seine Situation einzuf\u00fchlen: \u201eich habe jetzt schon ziemlich lange mit ihm gespielt &#8211; quengelt es nun, weil es noch mehr \u201aAction\u2019 will oder k\u00f6nnte es sein, dass es nun m\u00fcde geworden ist und Ruhe braucht?\u201c Auch f\u00fcr diese Einf\u00fchlung muss man sein Baby und seine F\u00e4higkeiten und ihre Grenzen sehr genau kennen. Dieser Text geht darauf zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt ein.<\/li>\n<li>eine Antwort auf die \u00c4u\u00dferungen des Babys geben, die seinen <span style=\"color: #8080aa;\"><strong>Bed\u00fcrfnissen tats\u00e4chlich entspricht<\/strong><\/span> &#8211; das Baby also z.B. herumtragen, wickeln, f\u00fcttern oder mit ihm spielen. Wenn das Baby Hunger hat, ist es weder feinf\u00fchlig noch n\u00fctzt es etwas, mit ihm zu spielen statt es zu f\u00fcttern (also: F\u00fcttern nach Bedarf ist wesentlich kindgerechter und feinf\u00fchliger als F\u00fcttern nach Zeitplan). Wie man sieht, ist die richtige Deutung von Babys \u00c4u\u00dferungen die unabdingbare Voraussetzung f\u00fcr angemessene Antworten. Au\u00dferdem spielt auch der Entwicklungsstand des Babys eine Rolle f\u00fcr die richtige Antwort: sie sollte das Baby weder \u00fcber- noch unterfordern.<\/li>\n<li>dem Baby eine <span style=\"color: #8080aa;\"><strong>sofortige, unmittelbare Antwort<\/strong> <\/span>auf seine Bed\u00fcrfnis\u00e4u\u00dferung geben. Das Baby kann noch nicht warten; alle seine Bed\u00fcrfnisse f\u00fchlen sich \u00fcberlebenswichtig an, und es verzweifelt noch schnell, wenn ihm niemand hilft. Au\u00dferdem muss das Baby lernen, dass ein Bezug zwischen seinem Verhalten und der Antwort seiner Eltern besteht. Nur durch schnelles Reagieren kann ihm die Erfahrung vermittelt werden, dass es durch sein Verhalten in seiner Umgebung etwas bewirken kann. Dies ist auch wichtig f\u00fcr sein sp\u00e4teres Selbstwertgef\u00fchl. Je j\u00fcnger das Baby ist, desto k\u00fcrzer ist die Zeitspanne, innerhalb derer es noch Zusammenh\u00e4nge bemerken kann. Im gesamten ersten Jahr gilt: immer so schnell wie m\u00f6glich reagieren. Hinzu kommt, dass das Baby, je l\u00e4nger es warten muss, umso verzweifelter wird und daher auch schwerer wieder zu beruhigen sein wird. Eine schnelle Beantwortung seiner Bed\u00fcrfnisse liegt also im Interesse von Baby und Eltern.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p>Wenn das Baby die Erfahrung macht, dass auf sein L\u00e4cheln, sein Weinen, seine Bed\u00fcrfnisse zuverl\u00e4ssig, regelm\u00e4\u00dfig und vorhersagbar eingegangen wird, kann es Vertrauen in seine Welt entwickeln. Es lernt, dass immer jemand f\u00fcr es da ist, wenn es Hilfe oder Gesellschaft ben\u00f6tigt. Daraus folgt, dass es ganz und gar nicht sinnvoll ist, ein Baby schreien zu lassen, statt schnell und angemessen darauf zu antworten.<\/p>\n<h4><strong><span style=\"color: #8080aa;\">Ein Baby kann nicht verw\u00f6hnt werden!<\/span><\/strong><\/h4>\n<p>Leider lassen noch immer manche Eltern ihr Baby absichtlich l\u00e4nger schreien, um ihm die Erfahrung zu vermitteln, dass es durch sein Schreien nichts bewirken kann. Dabei ist gerade die gegenteilige Erfahrung so wichtig f\u00fcr das Baby! Die Eltern wollen verhindern, dass sich das Baby zu einem verw\u00f6hnten Schreikind entwickelt, das denkt, dass es durch Schreien seine Eltern manipulieren kann. Richtig ist aber ganz im Gegenteil, dass Babys im ersten Jahr nicht verw\u00f6hnt werden und auch nicht \u00f6fter schreien, wenn man ihre Grundbed\u00fcrfnisse &#8211; zu denen ja auch jenes nach Bindung und liebevoller Zuwendung geh\u00f6rt &#8211; sofort befriedigt. Langfristig schreien Babys dann weniger, weil sie durch prompte Beantwortung ihrer Signale lernen konnten, dass bald Hilfe naht und es nicht n\u00f6tig ist, lange und ausgiebig zu schreien. <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"img-blauerrahmen alignright wp-image-795 size-full\" src=\"https:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung5.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"133\" srcset=\"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung5.jpg 200w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung5-31x21.jpg 31w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung5-38x25.jpg 38w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung5-148x98.jpg 148w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Forschungsergebnisse best\u00e4tigen, dass ein Ignorieren des kindlichen Schreiens seine Verst\u00e4rkung und Beibehaltung zur Folge hat. Babys hingegen, deren Eltern ihre grundlegenden Bed\u00fcrfnisse immer schnell und zuverl\u00e4ssig erf\u00fcllen, nutzen fr\u00fcher weniger &#8220;durchdringende&#8221; Mitteilungsf\u00e4higkeiten anstelle des Schreiens.<br \/>\nEin Baby wei\u00df nur das, was es erlebt: Nur auf der Grundlage der Erfahrung, dass seine Eltern Tag und Nacht f\u00fcr es da sind, kann das Babydie Welt als freundlichen Ort wahrnehmen und eine sichere Bindung zu jenen Menschen entwickeln, die genau zuh\u00f6ren, was es ihnen zu sagen hat. Lassen Eltern ihr Baby hingegen schreien und zeigen ihm so, dass sie seine Gef\u00fchle nicht verstehen, wird es nicht lernen, dass eine erfolgreiche, erfreuliche Unterhaltung mit den Eltern m\u00f6glich ist. Es wird Angst und Hilflosigkeit versp\u00fcren, wenn seine Bed\u00fcrfnisse nicht feinf\u00fchlig erf\u00fcllt werden &#8211; und dann schreit es nicht mehr nur aus Hunger, sondern zus\u00e4tzlich aus Frustration, Wut und Angst. Es nimmt die Welt dann eher als Ort wahr, wo es niemanden interessiert, was es m\u00f6chte, und wo sowieso niemand auf seine Bem\u00fchungen reagiert &#8211; es kann kein grundlegendes Ur-Vertrauen erwerben.<\/p>\n<h4><span style=\"color: #8080aa;\">Babys Rolle beim Austausch<\/span><\/h4>\n<p>Nun zur\u00fcck zum Austausch, der allt\u00e4glichen Unterhaltung zwischen Baby und Eltern!<br \/>\nDie Eltern bringen also in dieses intensive Gespr\u00e4ch, das die Bindung festigt, ihre Feinf\u00fchligkeit ein. Was aber tr\u00e4gt das Baby zum Gelingen des Austauschs bei?<br \/>\nGanz grundlegend ist, dass das Baby mit der F\u00e4higkeit auf die Welt kommt, Beziehungen herzustellen und Gef\u00fchle in anderen Menschen zu wecken. Es veranlasst seine Eltern durch viele verschiedene F\u00e4higkeiten und Verhaltensweisen, sich ihm zuzuwenden. Das Baby ist also im Austausch mit seinen Eltern ebenfalls ein aktiver Teil der Beziehung, der auf seine Art zum Bindungsaufbau im fein abgestimmten Wechselspiel mit den Eltern Wesentliches beizutragen hat.<\/p>\n<h4><span style=\"color: #8080aa;\">Ein Baby kann doch noch gar nichts &#8211; oder?<\/span><\/h4>\n<p>Fr\u00fcher meinte man in der Tat, dass Babys mindestens bis zum dritten Monat reine &#8220;Reflexb\u00fcndel&#8221; sind, die au\u00dfer W\u00e4rme, Nahrung und Sauberkeit nichts ben\u00f6tigen und auch noch nicht f\u00e4hig zum Erleben ihrer Welt sind. Zum Beispiel dachte man, dass ein junges Baby andere Menschen noch gar nicht wahrnehmen k\u00f6nne, gar zu Beginn blind und taub sei. Dementsprechend wurde es auch nicht f\u00fcr n\u00f6tig gehalten, sich mit dem Baby \u00fcber die Befriedigung seiner k\u00f6rperlichen Bed\u00fcrfnisse hinaus zu besch\u00e4ftigen.<br \/>\nDiese Meinung \u00fcber das Baby hat sich vor einigen Jahrzehnten gr\u00fcndlich ver\u00e4ndert. Man fand heraus, dass Babys vom ersten Tag an erstaunliche F\u00e4higkeiten zeigen, am Geschehen um sie herum teilzunehmen und darauf auch selbst Einfluss auszu\u00fcben. Neben der enormen k\u00f6rperlichen Anpassungsleistung an das Leben au\u00dferhalb des Mutterleibes zeigt ein Baby auch schon beachtliche Wahrnehmungsf\u00e4higkeiten und verf\u00fcgt \u00fcber eine sehr sichere Begabung, Beziehungen zu anderen Menschen herzustellen und aufrecht zu erhalten. Auff\u00e4llig ist, dass alle F\u00e4higkeiten des Babys ganz offenbar darauf ausgerichtet sind, mit den Menschen um es herum in den intensiven, vorsprachlichen Austausch, die Unterhaltung, die oben als Grundlage des lebenswichtigen Bindungsaufbaus beschrieben wurde, einzutreten. Das Baby sichert sich damit selbst und aktiv die Zuwendung seiner Bezugspersonen, die f\u00fcr seine Entwicklung so unverzichtbar ist!<\/p>\n<div class=\"wp_box_blau_breit\">\n<h4><span style=\"color: #8080aa;\">Im einzelnen kann das Baby:<\/span><\/h4>\n<ul>\n<li>seine Welt wahrnehmen: Sp\u00e4testens bei der Geburt stehen dem Baby alle seine Sinne zur Aufnahme und Verarbeitung von Informationen zur Verf\u00fcgung. Es kann sehen, h\u00f6ren, riechen, schmecken und f\u00fchlen. Erstaunlich ist die Ausrichtung dieser F\u00e4higkeiten auf ein menschliches Gegen\u00fcber: das Baby sieht am besten im Abstand von etwa 20 cm &#8211; genau die Entfernung, die das Gesicht seiner Mutter z.B. beim F\u00fcttern von ihm hat! Es kann Dinge, die sich bewegen, viel besser sehen als starre Objekte &#8211; im Gesicht seiner Eltern interessiert es sich deshalb sofort f\u00fcr Augen und Mund! \u00dcberhaupt ist das Gesicht seiner Eltern das Interessanteste f\u00fcr das Baby, und manchmal kann es gar nicht mehr aufh\u00f6ren, hinzuschauen. Das Baby h\u00f6rt bei seiner Geburt bereits ganz gut &#8211; und zwar am besten solche T\u00f6ne, die in etwa der Tonh\u00f6he der menschlichen Sprache entsprechen! Au\u00dferdem h\u00f6rt das Baby von allen Ger\u00e4uschen am liebsten Sprache &#8211; und die von seiner Mutter kennt es sogar schon von seiner Zeit in ihrem Bauch! Durch diese funktionierenden Wahrnehmungsf\u00e4higkeiten sind Babys schon kurz nach der Geburt in der Lage, dem Gesicht ihrer Mutter zu folgen, auf verschiedene Laute, Materialbeschaffenheiten, Lichter und Farben zu reagieren &#8211; und k\u00f6nnen dadurch auch erfolgreich auf ihre Eltern reagieren, sich mit ihnen austauschen und sich von ihnen beruhigen und tr\u00f6sten lassen. Der Bindungsaufbau kann sofort beginnen!<\/li>\n<li>seine Gef\u00fchle \u00fcber seinen Gesichtsausdruck mitteilen: Dem Baby ist die Mimik als Mittel zum Ausdruck seines Befindens angeboren; es muss nicht lernen, wie man anderen zeigt, dass man zufrieden oder verzweifelt ist. Das Baby macht ein \u201eWeingesicht\u201c, wenn es unzufrieden ist oder Kummer hat und gleich anfangen wird zu weinen: es runzelt die Stirn, kneift die Augen zusammen, zieht seine Lippen zur\u00fcck oder nach unten und \u00f6ffnet schon mal den Mund f\u00fcr den Schrei.<br \/>\nWenn das Baby sich freut, l\u00e4chelt es. Ab ca. der sechsten Lebenswoche nennt man sein L\u00e4cheln \u201esoziales L\u00e4cheln\u201c, denn es l\u00e4chelt dann vor allem in Reaktion auf ein menschliches Gesicht. Es signalisiert damit, dass es sich in Anwesenheit anderer wohl f\u00fchlt. Auf die Menschen in seiner Umgebung hat das L\u00e4cheln des Babys eine unwiderstehliche Wirkung &#8211; sie wollen sich ihm sofort zuwenden und es erneut zum L\u00e4cheln bringen. Das Baby, so klein es noch ist, schafft es also schon, andere dazu zu bringen, ihm die lebenswichtige Zuwendung zu schenken, bzw. ihnen zu zeigen, wenn es ihre Hilfe braucht!<\/li>\n<li>Blickkontakt herstellen oder abbrechen: Der Blickkontakt zwischen Baby und Eltern ist sehr wichtig f\u00fcr ihre nicht-sprachliche Unterhaltung. Er dr\u00fcckt das Interesse der beiden Gespr\u00e4chspartner aneinander aus. Ein Abbrechen des Blickkontaktes signalisiert in der Regel, dass man den Austausch beenden oder unterbrechen m\u00f6chte. Auch ein Baby ist dazu schon in der Lage. Bis zum dritten Monat sucht das Baby immer h\u00e4ufiger den Blickkontakt zu seinen Eltern und zeigt ihnen damit, dass es sie registriert und sich mit ihnen austauschen m\u00f6chte. Die Eltern k\u00f6nnen also anhand des Blickes ihres Babys erkennen, ob es noch interessiert ist und ob ihm umgekehrt etwas unangenehm ist &#8211; dann n\u00e4mlich wendet das Baby den Blick oder den ganzen Kopf ab. Auf diese Zeichen der Ablehnung sollte man achten und eingehen, um das Baby nicht zu \u00fcberfordern.<\/li>\n<li>sich stimmlich ausdr\u00fccken: Auch die verschiedenen Lautbildungen des Babys haben gro\u00dfe Bedeutung f\u00fcr den Bindungsaufbau zwischen ihm und seinen Eltern. Je zutreffender die Eltern deuten k\u00f6nnen, was das Baby ihnen stimmlich mitteilen will, desto passender k\u00f6nnen sie ihm antworten. Das Baby gewinnt auf diese Weise Vertrauen zu ihnen. Zu den Laut\u00e4u\u00dferungen im Babyalter geh\u00f6ren neben dem Schreien, Weinen und Quengeln auch das Brabbeln, Lallen oder Quietschen.<br \/>\nDas Schreien des Babys ist ein sehr intensives Signal. Es bewirkt Zuwendung sogar bei Menschen, die gar keine pers\u00f6nliche Beziehung zu dem Baby haben. Es l\u00f6st beim Erwachsenen Verhaltensweisen aus, die auf die Beruhigung des Babys ausgerichtet sind. Da aber das Schreien ein recht unpr\u00e4zises Signal ist, m\u00fcssen die Eltern immer erst herausfinden, worin das Problem des Babys besteht. Neben Hunger oder anderen k\u00f6rperlichen Ursachen kommen auch Gr\u00fcnde wie Langeweile, ein Bed\u00fcrfnis nach z\u00e4rtlicher Zuwendung und Austausch oder M\u00fcdigkeit in Frage. Auch diese M\u00f6glichkeiten sollten immer bei der Ursachenfindung in Betracht gezogen werden, denn je nach Grund der Unzufriedenheit m\u00fcssen sich ja die Ma\u00dfnahmen zur Beruhigung unterscheiden. Letztlich gibt es keine allgemeing\u00fcltigen Hinweise, wie das Schreien am besten beendet werden kann &#8211; allein die Erfahrung mit dem Baby macht Eltern zu Experten! Jedenfalls schreit kein Baby ohne Grund, oder gar, um seine Eltern zu provozieren, zu nerven oder zu manipulieren. Wenn ein Baby schreit, ist immer irgendetwas nicht in Ordnung, und das Baby braucht die feinf\u00fchlige Hilfe seiner Eltern unbedingt.<br \/>\nIst das Baby zufrieden und f\u00fchlt sich wohl, brabbelt oder lallt es vor sich hin. Diese Art des Ausdrucks nimmt vom sechsten Lebensmonat an stark zu. Vorher \u00e4u\u00dfert es eher nur einzelne Laute, gurrt oder quietscht.<br \/>\nDas Baby ist also auch stimmlich schon ganz gut darauf eingerichtet, seinen Eltern seine Zustand und seine W\u00fcnsche mitzuteilen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p>Wie man sehen kann, ist selbst das ganz kleine Baby alles andere als ein &#8220;Reflexb\u00fcndel&#8221;. Ganz im Gegenteil verf\u00fcgt es \u00fcber viele Verhaltensweisen, die ihm die Zuwendung seiner Eltern sichern und hat erstaunliche F\u00e4higkeiten, auf diese so zu reagieren, dass der notwendige Austausch entsteht. Nat\u00fcrlich haben aber auch diese fr\u00fchen F\u00e4higkeiten ihre Grenzen, und zwar umso engere, je j\u00fcnger das Baby noch ist. So brauchen ganz kleine Babys noch viel Zeit, bis sie auf eine Anregung reagieren. Diese muss au\u00dferdem deutlich sein, lange anhalten und sich am besten mehrmals wiederholen, damit sie vom Baby verarbeitet werden kann. Aufmerksam zu sein und auf etwas zu reagieren ist in diesem jungen Alter noch richtige Arbeit f\u00fcr das Baby, und daher erm\u00fcdet es rasch und braucht dann unbedingt eine Pause. Wenn das Baby sich also abwendet, g\u00e4hnt oder anf\u00e4ngt zu weinen, wird es Zeit, ihm diese Pause zu g\u00f6nnen. Aus diesem Grund sind die Phasen des gemeinsamen Austauschs zwischen Baby und Eltern zun\u00e4chst noch kurz. Aber das Baby entwickelt sich schnell, und sp\u00e4testens am Ende des zweiten Monats reagiert es schon viel wacher auf seine Umgebung.<\/p>\n<!--nextpage-->\n<h4>Seite 3\/4<\/h4>\n<h4><span style=\"color: #8080aa;\">Wann kann man sich am besten mit dem Baby unterhalten?<\/span><\/h4>\n<p>Damit ein erfreulicher Austausch, eine &#8220;sch\u00f6ne Unterhaltung&#8221;, mit dem Baby zustande kommen kann, muss es sich in wacher, aufmerksamer Stimmung befinden und frei von anderen dr\u00e4ngenden Bed\u00fcrfnissen wie etwa Hunger sein.<br \/>\nNeben diesem wachen Aufmerksamkeitszustand kann das Baby sich noch in f\u00fcnf weiteren Schlaf- und Wachzust\u00e4nden befinden, die es von einander zu unterscheiden gilt, wenn man feinf\u00fchlig mit dem Baby umgehen will. Normalerweise wechselt das Baby Schritt f\u00fcr Schritt von einem Zustand in den n\u00e4chsten &#8211; das bedeutet f\u00fcr die Eltern, dass sie bereits in etwa vorhersehen k\u00f6nnen, was das Baby als n\u00e4chstes tun wird. Das ist ein sch\u00f6nes Gef\u00fchl f\u00fcr die Eltern, denn sie kennen ihr Baby bald so gut, dass sie wissen, wie es sich in welchem Zustand verh\u00e4lt und wie sie selbst ihm am besten beim Wechseln der Zust\u00e4nde helfen k\u00f6nnen. Das ist wichtig, um z.B. einem Baby, das gerade aufwacht, einen Ansto\u00df zu geben, in die wache Aufmerksamkeit zu wechseln, damit es in den f\u00fcr seine Entwicklung und die Eltern-Kind-Bindung bedeutenden emotionalen, spielerischen Austausch mit seinen Eltern und seiner Umwelt eintreten kann. Oder, um rechtzeitig zu verhindern, dass das Baby ins Schreien ger\u00e4t, nachdem es schon eine Weile durch Quengeln angedeutet hat, dass es unzufrieden ist.<\/p>\n<div class=\"wp_box_blau_breit\">\n<h4><span style=\"color: #8080aa;\">Wie man die einzelnen Verhaltenszust\u00e4nde erkennen kann<\/span><\/h4>\n<p><strong><span style=\"color: #8080aa;\">Schlaf:<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #8080aa;\">Tiefschlaf:<\/span> Das Baby atmet tief und gleichm\u00e4\u00dfig, h\u00e4lt die Augen fest geschlossen und bewegt sich gar nicht. F\u00fcr Reize von au\u00dfen ist das Baby ziemlich unempf\u00e4nglich und reagiert nicht. Im Tiefschlaf erholt sich das Baby.<br \/>\n<span style=\"color: #8080aa;\">Traumschlaf<\/span>: Ein leichterer Schlafzustand, in dem das Baby teilweise unregelm\u00e4\u00dfig, flach und schneller als im Tiefschlaf atmet. Seine Augen sind zwar geschlossen, aber man sieht, wie sie sich unter den Lidern kreisend bewegen. Das Baby bewegt sich \u00f6fter, zuckt, dreht und streckt seinen K\u00f6rper, l\u00e4chelt zuweilen und macht Saugbewegungen mit dem Mund. F\u00fcr Ger\u00e4usche u.\u00e4. von au\u00dfen ist es jetzt empf\u00e4nglich und k\u00f6nnte davon aufwachen.<br \/>\n<span style=\"color: #8080aa;\">Halbschlaf<\/span>: Das Baby schl\u00e4ft nicht mehr richtig, kann aber auch noch nicht aufmerksam sein. Sein Blick wirkt noch abwesend, es \u00f6ffnet und schlie\u00dft die Augen abwechselnd. Es atmet regelm\u00e4\u00dfig, aber schneller als im Tiefschlaf. Zeitweise bewegt es sich etwas. Wenn man das Baby jetzt anspricht und ihm Anregungen gibt, wacht es komplett auf.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #8080aa;\">Wachsein:<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #8080aa;\">ruhige Aufmerksamkeit<\/span>: Das Baby hat offene, strahlende Augen und blickt aufmerksam, aber ruhig umher. Es bewegt sich, zappelt aber nicht unruhig. Wenn man es jetzt anspricht, kann ein erfolgreicher Austausch entstehen, denn das Baby reagiert positiv auf Ansprache und Spielangebote, l\u00e4chelt und brabbelt. In diesem Zustand lernt das Baby.<br \/>\n<span style=\"color: #8080aa;\">Quengeln<\/span>: In dieser Stimmung ist das Baby bereits \u00fcberreizt oder zu abgelenkt durch k\u00f6rperliche Bed\u00fcrfnisse wie Hunger. Es wird zunehmend unruhig, macht unkoordinierte Bewegungen mit Armen und Beinen und kann sich nicht mehr konzentrieren. Es ist aber noch ansprechbar f\u00fcr beruhigende Ma\u00dfnahmen. Das hei\u00dft, wenn die Eltern jetzt eingreifen, k\u00f6nnen sie es m\u00f6glicherweise in einen ruhigen, aufmerksamen Zustand zur\u00fcckf\u00fchren. Gelingt das nicht, f\u00e4ngt das Baby an zu schreien.<br \/>\n<span style=\"color: #8080aa;\">Schreien<\/span>: Sp\u00e4testens mit dem Schreien wird den Eltern klar, dass das Baby etwas braucht. Jetzt m\u00fcssen sie herausfinden, was das sein k\u00f6nnte, um das Baby wieder in ruhigere Verhaltenszust\u00e4nde zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<\/div>\n<p>Das Baby bringt eine gewisse F\u00e4higkeit mit auf die Welt, selbst ein Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Zust\u00e4nden zu finden. Es kann sich z.B. manchmal alleine beruhigen, indem es an seinen Fingern nuckelt. Oder es f\u00e4llt einfach in den Tiefschlaf, wenn es von all den Anregungen um es herum \u00fcberreizt ist. Diese F\u00e4higkeit zur &#8220;Selbstbestimmung&#8221; ist aber noch recht eingeschr\u00e4nkt und das Baby passt sich auch nur langsam an den neuen Rhythmus zwischen Wachen und Schlafen au\u00dferhalb des Mutterleibes an. Auf jeden Fall braucht das Baby dringend die einf\u00fchlsame Unterst\u00fctzung seiner Eltern, um sein Gleichgewicht immer wieder zu finden. Auch diese gemeinsame Ausbalancierung von Babys Verhaltenszust\u00e4nden bildet einen Teil des Bindungsprozesses &#8211; je feinf\u00fchliger die Eltern dem Baby helfen, desto sicherer wird es sich bei ihnen f\u00fchlen!<\/p>\n<p>Den Eltern f\u00e4llt es auch normalerweise gar nicht schwer, sich an das Verhalten und die F\u00e4higkeiten ihres Babys anzupassen und es dadurch zu f\u00f6rdern. Feinf\u00fchliger Umgang mit einem Baby hat n\u00e4mlich sehr viel mit Intuition zu tun. Denn nicht nur das Baby ist perfekt auf den wichtigen allt\u00e4glichen Austausch mit seinen Eltern vorbereitet&#8230;<\/p>\n<h4><span style=\"color: #8080aa;\"><strong>&#8230;denn Eltern wissen, was sie tun!<\/strong><\/span><\/h4>\n<p>Normalerweise gelingt es Eltern leicht, die Signale ihres Babys und seine Aufforderungen zum Austausch wahrzunehmen, zu verstehen und sich auf sie einzustellen. Die Gegenwart eines Babys ruft n\u00e4mlich in den Eltern &#8211; genau genommen, in allen Erwachsenen und auch schon in \u00e4lteren Kindern &#8211; bestimmte genetisch angelegte Verhaltensmuster wach, die f\u00fcr die Entwicklung des Babys und seiner Bindung an die Eltern besonders f\u00f6rderlich sind.<br \/>\n<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"img-blauerrahmen alignleft wp-image-796 size-full\" src=\"https:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung6.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"135\" srcset=\"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung6.jpg 200w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung6-31x21.jpg 31w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung6-38x26.jpg 38w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung6-148x100.jpg 148w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Diese &#8220;Verwandlungen&#8221; des Verhaltens, des k\u00f6rperlichen Ausdrucks und der Sprache im Austausch mit einem Baby muss man nicht erst lernen, sondern sie bilden das nat\u00fcrliche Gegenst\u00fcck zu dem, was das Baby selbst bereits in den Austausch einbringen kann. Sein oben beschriebenes angeborenes Repertoire an Ausdrucks- und Gespr\u00e4chsm\u00f6glichkeiten bildet so starke Reize f\u00fcr die Eltern, dass sie unwillk\u00fcrlich angepasst reagieren &#8211; und zwar in Sekundenbruchteilen, ohne bewusst \u00fcberlegen zu m\u00fcssen! Die elterlichen Verhaltensanpassungen werden intuitives Elternverhalten genannt. Sie sichern das \u00dcberleben des Babys auch bei ganz unerfahrenen Eltern. Sie f\u00fchren im Zwiegespr\u00e4ch zwischen Eltern und Baby dazu, dass das Baby seine angeborenen F\u00e4higkeiten gut nutzen und weiterentwickeln kann, weil es durch die Angepasstheit des elterlichen Verhaltens verstehen kann, was die Eltern ihm mitteilen wollen. So lernt das Baby im Austausch immer mehr \u00fcber seine Eltern &#8211; was gut f\u00fcr den Bindungsaufbau ist &#8211; und \u00fcber seine Umwelt &#8211; was gut f\u00fcr seine Gesamtentwicklung ist. Eltern sind also von Natur aus die perfekten &#8220;Lehrer&#8221; ihrer Babys!<\/p>\n<h4><strong><span style=\"color: #8080aa;\">Was genau sind denn intuitive Verhaltensweisen der Eltern?<\/span><\/strong><\/h4>\n<p>Damit sich besser nachvollziehen l\u00e4sst, dass Eltern tats\u00e4chlich in den allermeisten F\u00e4llen genau das Richtige zum richtigen Zeitpunkt tun und entsprechend stolz auf sich sein d\u00fcrfen, sollen ein paar Beispiele f\u00fcr intuitives Elternverhalten aufgezeigt werden. Diese haben aber ganz und gar nicht den Sinn, sie den Eltern beizubringen! Das w\u00e4re auch gar nicht m\u00f6glich. Im Gegenteil kann bewusstes Nachdenken und das Aus\u00fcben von (Selbst-)Kontrolle die perfekt abgestimmte Unterhaltung zwischen Eltern und Baby eher st\u00f6ren. Daher an dieser Stelle nur ein paar allgemeine Tendenzen in den elterlichen Reaktionen auf das Baby:<br \/>\nVerglichen mit der Art, wie Erwachsene miteinander umgehen, ist das Zwiegespr\u00e4ch mit dem Baby durch \u00fcbertrieben wirkendes Mienenspiel, eine ausladende K\u00f6rpersprache und einen rhythmischen Sprach-Singsang gekennzeichnet. Au\u00dferdem wirkt alles oftmals sehr langsam und gedehnt und wird zudem mehrfach wiederholt. Ein Beispiel k\u00f6nnte lauten: &#8220;Ja, wo ist denn meine S\u00fc\u00dfe?? Ja, wo ist sie denn? Hm? &#8230; Wo bist du? &#8211; Daaaaaa ist sie ja!&#8221;, wobei der Tonfall auffordernden Charakter annimmt. Es werden auch oft Pausen eingebaut, als wollte man dem Baby M\u00f6glichkeiten zur Antwort einr\u00e4umen. Au\u00dferdem spielt der intensive Blickkontakt eine gro\u00dfe Rolle, und die Eltern ahmen oft die \u00c4u\u00dferungen oder Gesichtsausdr\u00fccke ihres Kindes nach.<br \/>\nDer besondere Sprachstil, der intuitiv im Gespr\u00e4ch mit Babys verwendet wird, wird als Ammensprache bezeichnet. Die Ammensprache zeichnet sich aus durch die \u00dcbertreibung der Sprachmelodie, die sich auch st\u00e4ndig wiederholt, \u00fcbertriebene Betonung und eine erh\u00f6hte Stimmlage.<br \/>\nAlle intuitiven elterlichen Verhaltensweisen haben denselben Sinn: dem Baby die eindeutigen, starken und langanhaltenden Signale zu bieten, die es aufgrund seiner Unreife noch ben\u00f6tigt, um aufmerksam zu sein und zu verstehen.<br \/>\nDaher ist es auch v\u00f6llig unangebracht, sich \u00fcber die \u00dcbertreibungen im gesamten Elternverhalten lustig zu machen oder sich als Eltern gar daf\u00fcr zu sch\u00e4men! Eltern, die ihren intuitiven F\u00e4higkeiten einen nat\u00fcrlichen Lauf lassen, f\u00f6rdern ihr Baby und seine Bindung an sie am allerbesten. Eine k\u00fcnstliche Einschr\u00e4nkung der intuitiven Impulse behindert das feine Zusammenspiel zwischen Baby und Eltern. Das Baby genie\u00dft es sehr, wenn seine Eltern sich mit ihm auf seiner Ebene unterhalten, auch wenn es ihre Worte noch nicht versteht. Es erfasst auf jeden Fall, dass man sich mit ihm austauscht und auf seine Bed\u00fcrfnisse eingeht. Das w\u00e4re ihm nicht m\u00f6glich, wenn die Eltern sich mit ihm wie mit einem Erwachsenen unterhalten und versuchen w\u00fcrden, ihm alles ausschlie\u00dflich \u00fcber die gesprochene Sprache mitzuteilen.Im Umgang mit dem Baby kommt es also ganz besonders darauf an, seinen eigenen, biologisch begr\u00fcndeten Instinkten zu vertrauen. Auf diese Weise gelingen die intuitive Wahrnehmung und das Verst\u00e4ndnis der kindlichen Signale am sichersten und Eltern sind praktisch &#8220;automatisch&#8221; gute und feinf\u00fchlige Eltern und Gespr\u00e4chspartner f\u00fcr ihr Kind.<\/p>\n<h4><span style=\"color: #8080aa;\"><strong>Zwiegespr\u00e4ch und Spiel als Ergebnis der kindlichen und elterlichen F\u00e4higkeiten<\/strong><\/span><\/h4>\n<p>Weil also sowohl das Baby als auch seine Eltern biologisch bestens f\u00fcr den Bindungsaufbau vorbereitet sind, entstehen von Anfang an ein intensives Zwiegespr\u00e4ch und spielerische Leichtigkeit zwischen ihnen. Im allt\u00e4glichen Zusammenspiel verfeinert das Baby seine Ausdrucksf\u00e4higkeit, baut seine Wahrnehmungsf\u00e4higkeiten aus und findet nach und nach ein immer besseres Gleichgewicht zwischen seinen Verhaltenszust\u00e4nden. Das merkt man daran, dass es z.B. mit etwa drei Monaten schon viel l\u00e4nger aufmerksam sein kann als im ersten Monat. Au\u00dferdem passt es auch seinen Schlaf- und Wachrhythmus seiner Umgebung an. Das Baby lernt also unglaublich viel im Austausch mit seinen Eltern, aber das Wichtigste dabei ist, dass es lernt zu vertrauen: Es erf\u00e4hrt, dass es sich auf seine Eltern verlassen kann, weil sie seine \u00c4u\u00dferungen und Bed\u00fcrfnisse fast immer richtig beantworten. Die besten Voraussetzungen f\u00fcr eine sichere Bindung sind damit geschaffen. Unter bestimmten Umst\u00e4nden kann der Bindungsaufbau trotzdem gest\u00f6rt werden &#8211; dieser Text kommt an sp\u00e4terer Stelle darauf zur\u00fcck.<br \/>\nDoch nicht nur das Baby genie\u00dft den spielerischen Austausch und zieht seinen Nutzen daraus &#8211; auch seine Eltern machen dabei erfreuliche Erfahrungen! W\u00e4hrend jedes F\u00fcttern, jedes Spielchen, jeder Blick und jede Ber\u00fchrung dem Baby zeigen, dass es sicher und geborgen bei Menschen ist, die es m\u00f6gen und ihm gut tun, werden die Eltern immer besser darin, ihr Baby zu tr\u00f6sten und zufrieden zu stellen. Durch die positiven Reaktionen ihres Babys &#8211; wenn es sich z.B. durch ihre Z\u00e4rtlichkeiten beruhigen l\u00e4sst oder beim Spiel fr\u00f6hlich lacht &#8211; bekommen sie das Gef\u00fchl vermittelt, alles richtig zu machen &#8211; ihr Selbstvertrauen w\u00e4chst. Dies gibt ihnen die Kraft und Motivation, weiterhin alles f\u00fcr ihr Baby zu tun. Das Baby gewinnt durch die Erfahrung, dass seine \u00c4u\u00dferungen stets beantwortet werden, immer mehr die Gewissheit, dass es f\u00e4hig ist, seine Bed\u00fcrfnisse verst\u00e4ndlich zu \u00e4u\u00dfern und sich Zuwendung zu verschaffen. Deshalb wird das Wohlbefinden des Babys im Austausch immer offensichtlicher, und wiederum f\u00fchlen die Eltern sich durch ihr gl\u00fcckliches Baby in ihrem Vorgehen best\u00e4rkt. Wie man sieht, entstehen regelrechte Spiralen der gegenseitigen Verst\u00e4rkung: die sogenannten &#8220;Engelskreise&#8221;.<\/p>\n<h4><strong><span style=\"color: #8080aa;\">Gibt es etwa auch \u201eTeufelskreise\u201c?<\/span><\/strong><\/h4>\n<p>Bestimmte Probleme des Babys oder Eigenschaften seiner Eltern k\u00f6nnen zu einem &#8220;Teufelskreis&#8221; im allt\u00e4glichen Austausch f\u00fchren. Dieser zeichnet sich dann nicht mehr durch die oben beschriebene Spirale der gegenseitigen Verst\u00e4rkung aus, sondern durch eine Abw\u00e4rtsspirale &#8211; Baby und Eltern werden immer unzufriedener mit ihrem gemeinsamen Austausch. Ohne an dieser Stelle auf die einzelnen Gr\u00fcnde daf\u00fcr eingehen zu k\u00f6nnen, soll nur festgestellt werden, dass keiner der beiden Partner alleine &#8220;Schuld&#8221; an der Misere hat. Das Problem liegt im Austausch selber. Das Baby hat das Gef\u00fchl, dass seine Eltern es nicht verstehen und ihm nicht helfen, und die Eltern bekommen den Eindruck, dass ihr Baby \u00fcberhaupt nicht auf ihre gro\u00dfen Bem\u00fchungen reagiert. Also schreit das Baby noch mehr, w\u00e4hrend seine Eltern immer mehr verzweifeln und nicht mehr wissen, was sie noch tun k\u00f6nnen.<br \/>\nHaben Eltern das Gef\u00fchl, dass ihr Baby zu viel schreit und f\u00fchlen sie sich am Ende ihrer Kr\u00e4fte, sollten sie sich &#8211; nachdem k\u00f6rperliche Ursachen wie etwa Krankheiten ausgeschlossen wurden &#8211; an eine sogenannte &#8220;Schreibabyambulanz&#8221; oder eine andere Eltern-S\u00e4uglings-Beratungsstelle wenden. Bekommen Eltern in solchen Situationen keine Hilfe, k\u00f6nnen Aggressionen, Wut und Depressionen entstehen, die die Eltern-Kind-Bindungsentwicklung nachhaltig behindern k\u00f6nnen. In einer Beratungsstelle werden die Eltern \u00fcber die Hintergr\u00fcnde des kindlichen Schreiens und sein normales Ausma\u00df informiert. Au\u00dferdem werden sie h\u00f6ren, dass sie keineswegs einen Einzelfall darstellen, sondern relativ viele Familien Probleme mit einem &#8220;Schreibaby&#8221; haben. Au\u00dferdem erhalten sie nat\u00fcrlich n\u00fctzliche Tipps, die oft ganz einfach umzusetzen sind, aber den intensiven Austausch, das Gespr\u00e4ch, wieder zu einer erfreulichen Sache f\u00fcr beide Beteiligten machen. Der Teufelskreis kann meist schnell wieder durch Engelskreise ersetzt werden.<\/p>\n<h4><strong><span style=\"color: #8080aa;\">Wie spiele ich mit einem Baby?<\/span><\/strong><\/h4>\n<p>Aufgrund der intuitiven elterlichen F\u00e4higkeiten brauchen die meisten Eltern keinerlei Anleitung, wann sie wie mit ihrem Baby spielen sollen. Alle Eltern-Baby-Paare erfinden ihre ganz eigenen Spielchen, die dann endlos wiederholt und auch weiterentwickelt werden. Nat\u00fcrlich kommt einem das Spiel mit einem Baby, wenn es noch sehr klein ist, wie eine gro\u00dfe Herausforderung vor, denn es kann ja zun\u00e4chst weder sprechen, noch mit Gegenst\u00e4nden umgehen und sich nicht fortbewegen. Daher ist das ganz fr\u00fche Spiel begrenzt auf den Austausch von Ger\u00e4uschen, Gesichtsausdr\u00fccken, Gesten und beiderseitigen Interessebekundigungen durch Blickkontakte. Trotzdem k\u00f6nnen Eltern und Baby bereits viel Freude am gemeinsamen Austausch haben. Au\u00dferdem entwickelt sich das Baby schnell. Es erwirbt immer neue F\u00e4higkeiten, die dann auch die Art des Austauschs mit den Eltern ver\u00e4ndern. Ein kleiner \u00dcberblick zeigt, auf welche Ver\u00e4nderungen Eltern sich im ersten halben Jahr der Unterhaltung mit ihrem Baby einstellen k\u00f6nnen:<\/p>\n<p><span style=\"color: #8080aa;\"><strong><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-774 alignleft\" src=\"https:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/numblau1.gif\" alt=\"\" width=\"33\" height=\"25\" srcset=\"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/numblau1.gif 33w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/numblau1-31x23.gif 31w\" sizes=\"(max-width: 33px) 100vw, 33px\" \/>K\u00f6rperliche Anpassung an die neue Welt:<\/strong> <\/span>Das Neugeborene ben\u00f6tigt eine gewisse Zeit, sich an die neue Situation au\u00dferhalb des Mutterleibes zu gew\u00f6hnen. Es verwendet daher die meiste Zeit und Energie darauf, Funktionen wie Nahrungsaufnahme, Verdauung, Schlafen und Wachsein sowie seine Bewegungen zu koordinieren und ist davon noch so sehr vereinnahmt, dass es noch nicht oft und lange aufmerksam sein kann. Daher beschr\u00e4nkt sich der Austausch seiner Eltern mit ihm meist auf seine Beruhigung und Tr\u00f6stung.<br \/>\n<strong><span style=\"color: #8080aa;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-775 alignleft\" src=\"https:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/numblau2.gif\" alt=\"\" width=\"33\" height=\"25\" srcset=\"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/numblau2.gif 33w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/numblau2-31x23.gif 31w\" sizes=\"(max-width: 33px) 100vw, 33px\" \/>Auge in Auge&#8230;:<\/span> <\/strong>Etwa vom dritten Monat an hat sich das Baby soweit an sein Leben gew\u00f6hnt, dass es zunehmend mehr Energie f\u00fcr die Aufrechterhaltung eines aufmerksamen, interessierten Zustands an seiner Umgebung verwenden kann. Dieser bezieht sich auf den wichtigsten Teil seiner Welt: seine Eltern! Diese erkennen die Ver\u00e4nderung in ihrem Baby, weil es nun l\u00e4chelt, seine Augen aufrei\u00dft und ihnen seine Aufmerksamkeit schenkt, wenn sie es anschauen, anl\u00e4cheln oder ansprechen. Jetzt kommt es oft zu einer Form des Austauschs, die durch den intensiven Blickkontakt zwischen Baby und jeweils einem Elternteil gekennzeichnet ist. Die ersten \u201eEngelskreise\u201c entstehen durch das Zusammenwirken der kindlichen mit den elterlichen F\u00e4higkeiten zur genau aufeinander abgestimmten Unterhaltung.<br \/>\n<strong><span style=\"color: #8080aa;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-771 alignleft\" src=\"https:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/numblau3.gif\" alt=\"\" width=\"33\" height=\"25\" srcset=\"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/numblau3.gif 33w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/numblau3-31x23.gif 31w\" sizes=\"(max-width: 33px) 100vw, 33px\" \/>Zeit zum Spielen:<\/span><\/strong> In der Zeit nach Ende des dritten Monats wird der Austausch zwischen Baby und Eltern immer l\u00e4nger, und das Baby hat inzwischen bestimmte Erwartungen an das Verhalten seiner Eltern herausgebildet. Es wei\u00df jetzt: wenn ich l\u00e4chele, l\u00e4cheln sie zur\u00fcck! Es hat gelernt, dass es eine erfreuliche Wirkung auf seine Umwelt haben kann. Es vertraut darauf, dass seine Eltern immer wieder so reagieren werden, wie es das von ihnen gewohnt ist und ist sehr durcheinander, wenn die erwarteten Antworten einmal ausbleiben. Deshalb liebt das Baby in diesem Alter kleine Austauschsspiele, die auf st\u00e4ndiger Wiederholung der immer gleichen Abl\u00e4ufe basieren. Sie best\u00e4tigen das Baby in seinem Glauben, dass die Geschehnisse um es herum vorhersehbar sind.<br \/>\n<strong><span style=\"color: #8080aa;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-772 alignleft\" src=\"https:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/numblau4.gif\" alt=\"\" width=\"33\" height=\"25\" srcset=\"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/numblau4.gif 33w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/numblau4-31x23.gif 31w\" sizes=\"(max-width: 33px) 100vw, 33px\" \/>Der Rest der Welt:<\/span> <\/strong>Nach dem vierten Monat, wenn das Baby in der Lage ist zu greifen, wird der intensive \u201eAuge-in-Auge\u201c-Austausch teilweise ersetzt durch das Spiel mit Gegenst\u00e4nden oder Spielzeug. Das Baby ist nun zunehmend an seiner n\u00e4heren Umgebung interessiert und lenkt durch sein Blickverhalten auch die Aufmerksamkeit seiner Eltern darauf. Der Austausch beschr\u00e4nkt sich nunmehr nicht auf zwei Partner, sondern kann mehrere Menschen oder Gegenst\u00e4nde einbeziehen. Der intensive Kontakt zu den Eltern geht aber auch dabei nie verloren.<br \/>\n<strong><span style=\"color: #8080aa;\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-773 alignleft\" src=\"https:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/numblau5.gif\" alt=\"\" width=\"33\" height=\"25\" srcset=\"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/numblau5.gif 33w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/numblau5-31x23.gif 31w\" sizes=\"(max-width: 33px) 100vw, 33px\" \/>Auf Entdeckungstour:<\/span><\/strong> Mit der Entwicklung des Robbens, Krabbelns und Laufens nimmt die Unabh\u00e4ngigkeit des Baby von seinen Eltern zu. Es muss nun nicht mehr darauf warten, dass sie sich ihm zuwenden oder es mit interessanten Gegenst\u00e4nden versorgen, sondern es kann sie selber aufsuchen und fast alles erreichen, was sein Interesse weckt. Der intensive Austausch zwischen Eltern und Baby wird nun seltener; die Aufgabe der Eltern besteht jetzt darin, ihr Baby bei der Entdeckung seiner Umwelt zu unterst\u00fctzen und ihm zur Verf\u00fcgung zu stehen, wenn es ihre Hilfe oder Zuwendung ben\u00f6tigt &#8211; denn Entdeckungen k\u00f6nnen auch Angst machen.<\/p>\n<h4><strong><span style=\"color: #8080aa;\">Baby + Eltern + 7 Monate Zeit = Bindung!<\/span><\/strong><\/h4>\n<p>Nach etwa sieben Monaten des intensiven Austauschs, des Kennenlernens, der gemeinsamen Spiele und Erfahrungen hat das Baby eine Bindung zu seinen Eltern aufgebaut. Der genaue Zeitpunkt, an dem sich von Bindung sprechen l\u00e4sst, ist nat\u00fcrlich von Baby zu Baby unterschiedlich, so wie bei allen bedeutenden Entwicklungsschritten. An bestimmten Merkmalen wird jedoch erkennbar, wann es soweit ist.<br \/>\nDie Sicherheit oder Unsicherheit der Bindung wird noch im ganzen ersten Jahr und in zunehmend geringerem Ma\u00dfe auch in den Jahren danach beeinflusst. Je nachdem, wie feinf\u00fchlig die Eltern den Bed\u00fcrfnissen ihres Babys nach Zuverl\u00e4ssigkeit und gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfigem Austausch nachkommen, entwickelt sich das Gef\u00fchl von Vertrauen und Geborgenheit im Baby. Durch dieses werden wiederum sein Verhalten und seine Pers\u00f6nlichkeit mitbestimmt.<\/p>\n<h4><span style=\"color: #8080aa;\">Aber was ist, wenn&#8230;<\/span><\/h4>\n<p>Obwohl die Feinf\u00fchligkeit der Eltern eine wichtige Rolle bei der Entwicklung einer sicheren Bindung spielt, gibt es doch auch Faktoren, die sich von Eltern und Baby nicht direkt beeinflussen lassen, die aber dennoch Auswirkungen auf die Bindungssicherheit des Babys haben k\u00f6nnen. So k\u00f6nnen z.B. Krankheiten des Babys die Beziehungsaufnahme wesentlich erschweren.<br \/>\nEin krankes oder auch ein viel zu fr\u00fch geborenes Baby verf\u00fcgt n\u00e4mlich nicht in gen\u00fcgendem Ausma\u00df \u00fcber die oben beschriebenen angeborenen Wahrnehmungs- und Mitteilungsf\u00e4higkeiten, denn es ist durch die Schmerzen abgelenkt und geschw\u00e4cht bzw. einfach noch zu unreif, um sie einsetzen zu k\u00f6nnen. Die Eltern k\u00f6nnen ihr Baby dann nicht so gut verstehen und dementsprechend schwer kann es f\u00fcr sie sein, feinf\u00fchlig seine Bed\u00fcrfnisse wahrzunehmen und sich danach zu richten. Das f\u00fcr den Bindungsaufbau unverzichtbare &#8220;Gespr\u00e4ch&#8221; wird also empfindlich gest\u00f6rt, obwohl vielleicht auf Seiten der Eltern die besten Voraussetzungen zur Feinf\u00fchligkeit bestehen.<br \/>\nEin weniger tragischer Einflussfaktor auf den Bindungsaufbau ist das Temperament des Babys. Ja &#8211; bereits Neugeborene haben verschiedene Charaktere! Manche Babys sind einfach von Natur aus leicht irritierbar, d.h. sie lassen sich schnell durch alles M\u00f6gliche aus der Ruhe bringen. F\u00fcr Eltern kann es dann schwierig sein, das richtige Ma\u00df zu finden zwischen zu viel Anregung, die das Baby \u00fcberlastet, und zu wenig Ansprache, was den Bindungsaufbau &#8211; und auch die \u00fcbrige Entwicklung &#8211; gef\u00e4hrden k\u00f6nnte. Andere Babys sind sehr ruhig und ihre Eltern bekommen den Eindruck, dass sie gar nicht zu ihm durchdringen oder dass es vielleicht gar kein Interesse an einem Austausch mit ihnen hat. Sie m\u00fcssen sich also besonders anstrengen, um den notwendigen intensiven Austausch mit ihrem Baby zu erreichen. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter finden die meisten Eltern dennoch einen Weg zu ihrem Baby.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite gibt es auch Dinge auf Seiten der Eltern, die zu Problemen mit dem Bindungsaufbau des Babys f\u00fchren k\u00f6nnen. So kann z.B. auch ihr Temperament die Bindung mitpr\u00e4gen, indem es ihren Umgang mit ihren intuitiven elterlichen F\u00e4higkeiten beeinflusst. Aber auch k\u00f6rperliche oder seelische Erkrankungen k\u00f6nnen diese wichtigen F\u00e4higkeiten erheblich beeintr\u00e4chtigen. Geschieht das \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum, kann auch dadurch der Bindungsaufbau gef\u00e4hrdet sein.<br \/>\nWesentlichen Einfluss auf die Feinf\u00fchligkeit von Eltern hat auch ihre Bindung zu ihren eigenen Eltern. Die Bereitschaft, ein Baby zu tr\u00f6sten oder aber schreien zu lassen, hat viel mit den eigenen Kindheitserfahrungen zu tun. Diese werden durch die Geburt eines eigenen Babys wiederbelebt, und so wiederholen sich oft positive wie negative Tendenzen von Generation zu Generation: Eltern, die als Kind misshandelt wurden, misshandeln oft auch ihr Kind, und Eltern, die selber gute Erfahrungen mit Bindung machen konnten, k\u00f6nnen auch ihren eigenen Kindern gegen\u00fcber feinf\u00fchlig sein. Das bedeutet aber nicht, dass Eltern mit negativen Kindheitserlebnissen zwangsl\u00e4ufig negative Beziehungsmuster an ihr eigenes Baby weitergeben m\u00fcssen. Eine wichtige Rolle spielt dabei, ob die Eltern den Einfluss ihrer eigenen kindlichen Erfahrungen mit Bindung auf ihr aktuelles Verhalten anerkennen k\u00f6nnen und sich bem\u00fchen, diese Vergangenheit zu \u00fcberdenken, um zu einem ausgeglicheneren, liebevollen Umgang mit ihrem Baby zu gelangen. Es bedarf jedoch einer erheblichen F\u00e4higkeit zur Einsicht und des Nachdenkens, um eine Weitergabe negativer Bindungserfahrungen zu verhindern. In F\u00e4llen schwerer seelischer Verletzungen in der Kindheit kann psychologische Hilfestellung n\u00f6tig sein, um dem eigenen Baby eine sichere Bindung zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Fast alle der genannten Einflussfaktoren auf den Bindungsaufbau zwischen Eltern und Kind &#8211; und es gibt nat\u00fcrlich noch mehr &#8211; wirken meist nur kurzfristig auf den Austausch zwischen ihnen ein, so dass in den darauffolgenden Monaten und Jahren noch vieles &#8220;aufgeholt&#8221; werden kann. Das biologische Programm, das hinter dem Bindungsaufbau steht, ist so stark, dass es sich nicht einfach durch ein paar Widrigkeiten abschalten l\u00e4sst. Schlie\u00dflich k\u00f6nnen Eltern nicht immer feinf\u00fchlig auf ihr Baby reagieren &#8211; man denke an den Alltag, in dem das Baby meist nicht die einzige zu erf\u00fcllende Aufgabe darstellt &#8211; und auch Babys k\u00f6nnen nicht immer &#8220;gut drauf&#8221; sein. Und trotzdem finden sich noch gen\u00fcgend Gelegenheiten f\u00fcr einen erfreulichen Austausch, gemeinsame Erfahrungen und gegenseitiges Kennenlernen, so dass sich das Baby sicher binden kann.<\/p>\n<!--nextpage-->\n<h4>Seite 4\/4<\/h4>\n<h4><span style=\"color: #8080aa;\">Umgang mit einem fremdelnden Baby<\/span><\/h4>\n<p>Wenn die Eltern sich angesichts ihres fremdelnden Babys sorgen, dass es nun f\u00fcr immer so \u00e4ngstlich und anlehnungsbed\u00fcrftig bleiben k\u00f6nnte, versuchen sie vielleicht, nicht mehr so uneingeschr\u00e4nkt f\u00fcr es da zu sein, um ihm mehr Selbst\u00e4ndigkeit anzuerziehen. Dieses Vorgehen ist aber unangebracht, denn gerade in dieser Zeit der gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfigen Entwicklungen ist das Baby besonders angewiesen auf die Aufmerksamkeit und feinf\u00fchlige Unterst\u00fctzung seiner Eltern. Sie sollten also das Fremdeln als vor\u00fcbergehende Erscheinung akzeptieren und als neue F\u00e4higkeit ihres Babys anerkennen. Dementsprechend einf\u00fchlsam sollte auch ihr Verhalten dem fremdelnden Baby gegen\u00fcber sein, indem sie ihm sofort zeigen, dass sie noch da sind, es liebevoll tr\u00f6sten und beruhigen. Durch die Geborgenheit und Sicherheit, die das Baby so erh\u00e4lt, wird es bald erfassen, dass es seine Eltern auch in Anwesenheit eines Fremden nicht verliert.<\/p>\n<h4><span style=\"color: #8080aa;\">Sicherheit vs. Neugier<\/span><\/h4>\n<p>Neben dem Fremdeln zeigt das Baby im zweiten Lebenshalbjahr weitere Verhaltensweisen, die mit der Existenz einer Bindung an seine Eltern zusammenh\u00e4ngen.<br \/>\nSobald das Baby robben oder krabbeln kann, kann es sich von seinen Bindungspersonen weg- oder auf sie zu bewegen. Von nun an ringen die angeborene kindliche Neugier und das Streben nach Sicherheit und Bindung miteinander. Wie bereits oben beschrieben, legen die Neugier und der Wunsch, alles zu erforschen, in diesem Alter den Grundstein f\u00fcr das Wissen \u00fcber die Welt. Andererseits traut sich das Krabbelkind nur, seinem Neugierstreben nachzugehen, wenn es sich dabei innerlich ganz sicher sein kann, dass seine Eltern als sicherheitsspendender &#8220;Hafen&#8221; im Hintergrund bleiben und ihm weiter zur Verf\u00fcgung stehen. Das Baby spielt und &#8220;forscht&#8221; daher nur mit Hingabe, wenn eine seiner Bindungspersonen anwesend ist; verschwinden die Eltern aus dem Sichtfeld, wird es unruhig, \u00e4ngstlich und versucht entweder, sich den Eltern wieder zu n\u00e4hern oder sie durch Weinen oder Rufen wieder in seine N\u00e4he zu bringen. Sein Interesse an der Umgebung, an Spielzeug und anderen Menschen sinkt in solchen Situationen auf Null. Neugier und Bindung stehen n\u00e4mlich zueinander wie Gewichte auf einer Wippe:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"img-blauerrahmen alignleft wp-image-804 size-full\" src=\"https:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/bindwippe1.jpg\" alt=\"\" width=\"334\" height=\"163\" srcset=\"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/bindwippe1.jpg 334w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/bindwippe1-300x146.jpg 300w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/bindwippe1-31x15.jpg 31w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/bindwippe1-38x19.jpg 38w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/bindwippe1-148x72.jpg 148w\" sizes=\"(max-width: 334px) 100vw, 334px\" \/>Diese Wippe zeigt den Zustand, in dem das Baby sich befindet, wenn es spielt, seine Umgebung erkundet und umherkrabbelt. Sein Bed\u00fcrfnis nach Bindung ist in diesen Momenten gering.<\/p>\n<p>Wird das Baby nun durch seine Entdeckungen\u00a0<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"img-blauerrahmen alignright wp-image-805 size-full\" src=\"https:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/bindwippe2.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"178\" srcset=\"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/bindwippe2.jpg 300w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/bindwippe2-31x18.jpg 31w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/bindwippe2-38x23.jpg 38w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/bindwippe2-148x88.jpg 148w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>ver\u00e4ngstigt oder taucht eine fremde Person auf, wird sein Bed\u00fcrfnis nach Bindung wieder aktiviert und \u00fcbersteigt jenes nach Erkundung und Spiel. Das Baby wird nun versuchen, sich seinen Eltern zu n\u00e4hern oder anfangen zu weinen, damit sie sich ihm zuwenden.<\/p>\n<h6><\/h6>\n<h6>Grafik modifiziert nach: Schieche, M. (2001): St\u00f6rungen der Bindungs-Explorationsbalance und M\u00f6glichkeiten der Intervention. In: Suess, G. (Hrsg.): Bindungstheorie und Familiendynamik. &#8211; Gie\u00dfen.<\/h6>\n<p>Wie die Wippen zeigen, muss das Baby ein Gleichgewicht finden zwischen beiden Extremen: die Eltern gar nicht loszulassen &#8211; dann aber auch seiner nat\u00fcrlichen Neugier nicht nachgehen zu k\u00f6nnen; oder aber sich mutig auf die Welt einlassen &#8211; daf\u00fcr aber die sch\u00fctzende N\u00e4he der Eltern zeitweise verlassen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<h4><span style=\"color: #8080aa;\">Ein sicherer Hafen f\u00fcr das Baby<\/span><\/h4>\n<p>Damit das Baby den n\u00f6tigen Kompromiss zwischen beiden Extremen finden kann, ist das Verhalten seiner Eltern sehr entscheidend. Zun\u00e4chst einmal m\u00fcssen sie zulassen k\u00f6nnen, dass ihr kleines Baby sich von ihnen abwendet, um andere interessante Dinge kennen zu lernen, wobei es sich auch in Gefahren begibt. Dies ist manchmal nicht leicht f\u00fcr die Eltern, die bisher der Mittelpunkt jedes Interesses ihres Babys waren.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem m\u00fcssen sie auch bereit sein, den erw\u00e4hnten sicherheitsspendenden Hafen f\u00fcr ihr Krabbelkind darzustellen. Auch dieses Verhalten bildet einen Aspekt ihrer Feinf\u00fchligkeit. Feinf\u00fchlig zu sein bedeutet nun, ihr Baby bei der f\u00fcr seine Entwicklung so wichtigen Erkundung seiner Welt zu unterst\u00fctzen, indem sie es beobachten und ihm bei Verunsicherung oder Ver\u00e4ngstigung zuverl\u00e4ssig Trost spenden. Das Baby bekommt so das sch\u00f6ne Gef\u00fchl, sich bei Gefahr stets zu seinen Eltern zur\u00fcckziehen zu k\u00f6nnen. Daher traut es sich mit der Zeit immer mehr zu; der Umkreis, in dem es sich von seinen Eltern entfernt, wird gr\u00f6\u00dfer. Je sicherer das Baby sich f\u00fchlt, desto st\u00e4rker wird sein Drang sich entfalten, die Welt zu entdecken. Bald kann es das Gef\u00fchl der Bindung auch \u00fcber gewisse Entfernungen aufrechterhalten, ohne st\u00e4ndig die k\u00f6rperliche N\u00e4he seiner Eltern durch Ber\u00fchrungen oder Umarmungen sp\u00fcren zu m\u00fcssen. Stattdessen kann es sich bei Unsicherheiten \u00fcber Blicke, Gesten und stimmliche Mittel bei seinem &#8220;Hafen&#8221; r\u00fcckversichern. Ermunternde Blicke der Eltern zeigen dem Krabbelkind, dass es unbesorgt weiter spielen kann, w\u00e4hrend erschreckte und \u00e4ngstliche Blicke es zu ihnen zur\u00fcckkehren lassen &#8211; die Wippe kippt zugunsten der Bindung.<\/p>\n<h4><span style=\"color: #8080aa;\">Eroberungen<\/span><\/h4>\n<p>Nicht allen Babys gelingt es gleich gut, die Balance zwischen Neugier und Bindung zu finden. Fr\u00fche Pers\u00f6nlichkeitsunterschiede werden sichtbar: F\u00fchlt sich das Baby sicher oder unsicher? Ist es \u00e4ngstlich oder mutig? Ist es z\u00f6gerlich im Umgang mit neuen Dingen oder geht es munter darauf zu? Wagt es etwas oder wartet es lieber ab? Das Ausma\u00df der Bindungssicherheit des Babys an seine Eltern bestimmt, welcher der oben abgebildeten Wippen sein Verhalten die meiste Zeit gleicht.<img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"img-blauerrahmen alignright wp-image-797 size-full\" src=\"https:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung7.jpg\" alt=\"\" width=\"133\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung7.jpg 133w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung7-21x31.jpg 21w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung7-25x38.jpg 25w, https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/fotobindung7-98x148.jpg 98w\" sizes=\"(max-width: 133px) 100vw, 133px\" \/><br \/>\nNur in sicheren Bindungsbeziehungen ist das Verh\u00e4ltnis zwischen Neugier und Bindung so ausgewogen, dass das Baby seine Welt kennenlernen kann, ohne dabei auf Sicherheit verzichten zu m\u00fcssen. Unsicher gebundene Babys entsprechen entweder \u00fcberwiegend ihrem Streben nach Erkundung, sind dabei aber weniger konzentriert und erfolgreich als sicher gebundene Babys, oder aber ihr Bindungsbed\u00fcrfnis ist so stark, dass sie voll und ganz durch die Aufrechterhaltung der N\u00e4he zu ihren Eltern beansprucht sind. Nur in sicheren Bindungsbeziehungen sind die Eltern der &#8220;sichere Hafen&#8221; f\u00fcr ihr Baby, der es ihm erm\u00f6glicht, mit dem Wissen um Liebe und Sicherheit im Hintergrund auf Entdeckungstour zu gehen und &#8220;aufzutanken&#8221;, wann immer es den Drang dazu versp\u00fcrt. Kinder, die sich in ihren ersten Bindungen sicher und geborgen f\u00fchlen, werden mutige kleine Eroberer ihrer Welt.<\/p>\n<p>Wenn das erste Jahr so bedeutsam f\u00fcr die Entwicklung einer sicheren Bindung zu den Eltern ist: darf man das Baby dann \u00fcberhaupt von anderen Personen betreuen lassen?<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst einmal: Forschungsergebnisse haben recht ermutigende Ergebnisse zu dieser Frage erbracht. Eine fr\u00fche Betreuung des Babys in der Kinderkrippe oder bei einer Tagesmutter zieht demnach nicht zwangsl\u00e4ufig Probleme mit der Bindungssicherheit oder der Gesamtentwicklung des Babys nach sich. Davon abgesehen, dass es f\u00fcr ein kleines Kind bis zu drei Jahren wahrscheinlich trotzdem am sch\u00f6nsten ist, die meiste Zeit mit seinen Eltern zu verbringen, m\u00fcssen bei der Art der Betreuung durch andere Personen einfach bestimmte Dinge beachtet werden, damit negative Folgen f\u00fcr das Wohlbefinden &#8211; und damit auch f\u00fcr die Entwicklung &#8211; des Kindes ausbleiben.<br \/>\nWenn also eine regelm\u00e4\u00dfige Betreuung durch andere Personen als die Eltern notwendig ist, ist es wichtig, dass das Baby auch zu seiner Betreuungsperson eine Bindung aufbauen kann. Damit ihm das m\u00f6glich wird, muss es sich selbstverst\u00e4ndlich stets um dieselbe Person handeln, die w\u00e4hrend der Abwesenheit seiner Eltern f\u00fcr das Baby sorgt. Au\u00dferdem muss dem Baby die Gelegenheit gegeben werden, sich allm\u00e4hlich an den neuen Menschen in seinem Leben zu gew\u00f6hnen. Erst wenn sich eine Beziehung aufgebaut hat, kann die stundenweise L\u00f6sung von den Eltern beginnen. Auf gar keinen Fall d\u00fcrfen diese das Baby einfach bei einer ihm unvertrauten Person abgeben und es dort alleine lassen. Ein solches Vorgehen w\u00fcrde die Vertrauensbasis zwischen Baby und Eltern stark ersch\u00fcttern &#8211; &#8220;Augen zu und durch&#8221; ist keine geeignete Methode zur Eingew\u00f6hnung bei der neuen Betreuung, denn jedes Erlebnis des Schreckens verz\u00f6gert den Vertrauensaufbau und macht dann langwierige Ma\u00dfnahmen zur Wiedergutmachung n\u00f6tig.<\/p>\n<h4><span style=\"color: #8080aa;\">Eifersucht<\/span><\/h4>\n<p>Doch nicht nur das Baby, sondern auch seine Eltern haben ein Recht darauf, zur neuen Betreuungsperson ihres Babys in Ruhe Vertrauen zu fassen. Das Baby w\u00fcrde ansonsten sp\u00fcren, dass auch seine Eltern nicht \u00fcberzeugt von der neuen Situation sind, was es zus\u00e4tzlich verunsichern w\u00fcrde.<br \/>\nNun ist es aber f\u00fcr die Eltern oftmals auch gar nicht so leicht, ihr Baby stundenweise loszulassen und sich auch noch begeistert dar\u00fcber zu zeigen, wie es seiner Betreuerin nach und nach Zuneigung entgegenbringt. Sie sollten aber daran denken, dass die neue Beziehung des Kindes keine Verdr\u00e4ngung der Eltern bedeutet. Das Baby hat mehr als genug Liebe zur Verf\u00fcgung, und die Erfahrungen und Erlebnisse, die es mit seinen Eltern zuvor bereits seit der Schwangerschaft geteilt hat und auch zuk\u00fcnftig au\u00dferhalb der Betreuungszeiten teilen wird, haben eine einmalige Bindung zu ihnen entstehen lassen, die f\u00fcr das Baby immer an erster Stelle stehen wird. Sind nun diese wichtigsten Bindungspersonen nicht verf\u00fcgbar, muss es sich einfach mit seinen Bed\u00fcrfnissen nach Zuwendung und Versorgung an eine andere Person wenden, um zufrieden bleiben zu k\u00f6nnen. Wenn es die Wahl hat, wird es sich aber weiterhin sicherlich an seine Eltern als sogenannte &#8220;prim\u00e4re Bezugspersonen&#8221; wenden.<br \/>\nObwohl man das Baby nicht mit zu vielen Bezugspersonen \u00fcberfordern sollte, bereichern einige weitere enge Beziehungen neben jener zu den Eltern sein Leben und seine Entwicklung aber enorm.<\/p>\n<h4><span style=\"color: #8080aa;\">Umgang mit der neuen Betreuungssituation<\/span><\/h4>\n<p>F\u00fcr ein Baby ist es noch am besten, wenn die Betreuung in seiner gewohnten Umgebung stattfindet. Eine Tagesmutter oder ein <a href=\"https:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp\/betreuung\/\"><strong>Babysitter<\/strong> <\/a>stellen daher die beste Betreuungsl\u00f6sung in diesem Alter dar. Soll das Baby dennoch eine Kinderkrippe besuchen, ist es wichtig, dass die Eltern diese sehr sorgf\u00e4ltig ausw\u00e4hlen. Ausschlaggebende Kriterien bei der Auswahl sind etwa die Gruppengr\u00f6\u00dfe und die Anzahl der Betreuer in einer Gruppe. Das Personal sollte m\u00f6glichst selten wechseln. Es empfiehlt sich, sich bei anderen Eltern \u00fcber die Krippengruppe zu erkundigen und sich auch pers\u00f6nlich dort umzusehen.<br \/>\nDie Eingew\u00f6hnung des Babys &#8211; sei es bei der Tagesmutter oder in der Krippe &#8211; muss langsam erfolgen. Das Baby muss die Gelegenheit bekommen, die neue Betreuung in Anwesenheit seiner Mutter oder seines Vaters kennen zu lernen, denn wie oben beschrieben braucht es einen &#8220;sicheren Hafen&#8221; im Hintergrund, um neue Anforderungen und Entdeckungen meistern zu k\u00f6nnen. Die Trennungsangst des Babys muss von Eltern und Betreuerin akzeptiert und ber\u00fccksichtigt werden. Auf keinen Fall d\u00fcrfen Mutter oder Vater sich hinter dem R\u00fccken des Babys &#8220;davonschleichen&#8221;, w\u00e4hrend es schl\u00e4ft oder spielt. Es entwickelt sonst \u00c4ngste, sich auf irgendetwas anderes als seine Eltern zu konzentrieren, weil es bef\u00fcrchten muss, sie dadurch wieder zu verlieren.<br \/>\nTrotz einf\u00fchlsamer Eingew\u00f6hnung kann es sein, dass das Baby bei Weggang oder R\u00fcckkehr seiner Eltern immer wieder weint, gekr\u00e4nkt, gleichg\u00fcltig oder auch w\u00fctend erscheint. Auf dieses Verhalten muss ebenfalls mitf\u00fchlend und verst\u00e4ndnisvoll reagiert werden, damit das Kind sp\u00fcrt, dass den Eltern sein Wohl am Herzen liegt und seine Gef\u00fchle ihnen nicht gleichg\u00fcltig sind. Denn das Kind dr\u00fcckt mit seinem Verhalten aus, wie es sich f\u00fchlt &#8211; keinesfalls versucht es in diesem Alter, seine Eltern damit zu manipulieren!<\/p>\n<div class=\"wp_box_blau_breit\">\n<h3><span style=\"color: #8080aa;\"><strong>Das Wichtigste nochmal kurz zusammengefasst:<\/strong><\/span><\/h3>\n<ul>\n<li><span style=\"color: #8080aa;\"><strong>Bindung<\/strong> <\/span>ist die besondere, enge, gef\u00fchlsgetragene Beziehung zwischen Eltern und Kind, die nach einem halben Jahr des allt\u00e4glichen Umgangs und des Austauschs miteinander gefestigt ist. Jedes Kind baut eine solche Bindung zu seinen Eltern auf, denn sein Bed\u00fcrfnis nach Zuwendung und Sicherheit ist ebenso grundlegend wie jenes nach Nahrung.<\/li>\n<li>Bereits Babys k\u00f6nnen sich an <span style=\"color: #8080aa;\"><strong>mehr als eine Person<\/strong><\/span> binden.<\/li>\n<li>Je nach Verhalten der Eltern im Austausch und bei der Versorgung des Babys kann die Bindung des Babys an seine Eltern <strong><span style=\"color: #8080aa;\">sicher oder unsicher<\/span><\/strong> sein. Bei zuverl\u00e4ssiger, liebevoller und einf\u00fchlsamer Betreuung entsteht eher eine sichere Bindung als unter einem Mangel an Z\u00e4rtlichkeit, F\u00fcrsorge und wenig oder unbest\u00e4ndig einf\u00fchlsamer Behandlung des Babys. Mit sp\u00e4testens einem Jahr unterscheiden sich sicher und unsicher gebundene Babys deutlich im Verhalten voneinander.<\/li>\n<li>Die <span style=\"color: #8080aa;\"><strong>Sicherheit der Bindung hat Auswirkungen<\/strong> <\/span>auf die Gesamtentwicklung und die Pers\u00f6nlichkeit des Babys. Die Entwicklung von sicher gebundenen Kindern verl\u00e4uft positiver und problemloser. Sie haben ein h\u00f6heres Selbstwertgef\u00fchl und sind vor Verhaltensproblemen und seelischen Erkrankungen besser gesch\u00fctzt. Ihr allgemeines Beziehungsverhalten ist offener und vertrauensvoller.<\/li>\n<li>Je feinf\u00fchliger die Eltern mit ihrem Baby umgehen, desto wahrscheinlicher ist der Aufbau einer sicheren Bindung. <span style=\"color: #8080aa;\"><strong>Feinf\u00fchlige Eltern<\/strong> <\/span>beobachten ihr Baby aufmerksam, finden seine Bed\u00fcrfnisse anhand feinster \u00c4u\u00dferungen des Babys heraus und kommen ihnen auf passende Weise schnell nach.<\/li>\n<li><span style=\"color: #8080aa;\"><strong>Ein Baby kann nicht verw\u00f6hnt werden.<\/strong><\/span> Auf jedes Bed\u00fcrfnis des Babys soll eingegangen werden, damit das Baby Verl\u00e4sslichkeit erf\u00e4hrt und ein grundlegendes Vertrauen in seine Welt erwirbt.<\/li>\n<li>Das <strong><span style=\"color: #8080aa;\">Baby<\/span> <\/strong>selbst tr\u00e4gt mit Hilfe seiner angeborenen Verhaltensausstattung aktiv viel zum Gelingen der Beziehungsaufnahme zu seinen Eltern bei. Es kann sich von Anfang an mitteilen, sich am Austausch beteiligen und auf Antworten seiner Eltern reagieren.<\/li>\n<li>Die <strong><span style=\"color: #8080aa;\">Eltern<\/span> <\/strong>sind ebenfalls bestens f\u00fcr den bindungswichtigen Austausch mit ihrem Baby vorbereitet. Sie verstehen Babys nichtsprachliche \u00c4u\u00dferungen intuitiv und antworten ihm so, dass es sie auch verstehen kann. Diese elterliche Intuition sollte ausgelebt und keinesfalls unterdr\u00fcckt werden, denn sie ist sehr wertvoll f\u00fcr die Entwicklung des Babys und den Bindungsaufbau.<\/li>\n<li>Durch die gegenseitige Angepasstheit der F\u00e4higkeiten von Baby und Eltern entstehen im Zwiegespr\u00e4ch und wechselseitigem Austausch \u201e<span style=\"color: #8080aa;\"><strong>Engelskreise<\/strong><\/span>\u201c: die Eltern sind stolz und zufrieden, das Baby ist gl\u00fccklich und f\u00fchlt sich sicher und verstanden. Die besten Voraussetzungen zum Lernen sind geschaffen.<\/li>\n<li>\u201e<span style=\"color: #8080aa;\"><strong>Teufelskreise<\/strong><\/span>\u201c sind andauernd gest\u00f6rte Abl\u00e4ufe des Austauschs zwischen Eltern und Baby. Halten diese an und werden die \u201eEngelskreise\u201c immer weniger, ist professionelle Unterst\u00fctzung notwendig.<\/li>\n<li>Das <strong><span style=\"color: #8080aa;\">Fremdeln<\/span><\/strong>, das etwa im 8. Lebensmonat des Babys beginnt, ist ein Zeichen der sich entwickelnden oder gefestigten Bindung zu seinen Eltern. Es ist ein positives Zeichen der Entwicklung und daher kein Grund zum \u00c4rgern oder zur Sorge. Das fremdelnde Baby sollte getr\u00f6stet und beruhigt werden. Fremdeln ist eine Entwicklungserscheinung, die von alleine vor\u00fcbergeht.<\/li>\n<li>Sobald das Baby sich fortbewegen kann, muss es sein <span style=\"color: #8080aa;\"><strong>pers\u00f6nliches Gleichgewicht<\/strong> <\/span>finden zwischen der Erkundung der Umwelt, die auch Gefahr und Angst beinhaltet, und der Bindung, die Sicherheit gibt. Das optimale Gleichgewicht finden Babys, deren Eltern ihnen als \u201esicherer Hafen\u201c w\u00e4hrend der Erkundung zur Verf\u00fcgung stehen, in dem es \u201eauftanken\u201c und sich Zuwendung und Trost holen kann.<\/li>\n<li><strong>Betreuung<\/strong> durch andere Personen ist grunds\u00e4tzlich auch im ersten Jahr m\u00f6glich, wenn das Baby langsam an die Betreuerin gew\u00f6hnt wird und eine Bindung zu ihr aufbauen kann, bevor es mit ihr alleine gelassen wird. Bei der Betreuerin soll es sich um die immer selbe Person handeln, der auch die Eltern voll vertrauen k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #8080aa;\">Bitte um Feedback<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">Noch einmal m\u00f6chte ich alle Leser des obigen Textes bitten, mir ein kleines Feedback zukommen zu lassen. Fragen, die mich interessieren w\u00fcrden, sind z.B., ob der Text f\u00fcr Eltern gut verst\u00e4ndlich ist, ob er als zu lang empfunden wird und ob er als interessant\/n\u00fctzlich beurteilt wird. <strong><span style=\"color: #8080aa;\">Danke!<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Mit der Nutzung dieses Formulars erteilen Sie Ihre Zustimmung zur Datenspeicherung lt. DSGVO. Um die \u00dcbersicht \u00fcber Kommentare zu behalten und Missbrauch zu verhindern, speichert diese Webseite (https:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp) mit Absenden Ihres Kommentars technische Nutzerdaten (z.B. IP, OS, Browser&#8230;), Name, E-Mail, Kommentar, URL und Zeitstempel in einer Datenbank. Sie k\u00f6nnen Ihre Kommentare nat\u00fcrlich sp\u00e4ter jederzeit wieder l\u00f6schen lassen. Detaillierte Informationen finden Sie in der <a href=\"https:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp\/datenschutzerklaerung\/\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a>.<\/p>\n<form enctype=\"multipart\/form-data\" method=\"post\" id=\"psfb783\" action=\"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/eltern-kind-beziehung\/\" class=\"planso-form-builder\" data-id=\"783\" data-cnt=\"1\" id=\"planso_forms_783_1\" data-locale=\"de\" data-locale_long=\"de_DE\" data-datepicker=\"bootstrap-datetimepicker\" data-date_format=\"j. F Y\" data-moment_date_format=\"D. MMMM YYYY\" data-jqueryui_date_format=\"d. MM yy\" data-eternicode_date_format=\"d. MM yyyy\"><div class=\"container-fluid\"><input type=\"hidden\" name=\"psfb_pageurl\" value=\"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/eltern-kind-beziehung\/\"\/><input type=\"hidden\" name=\"psfb_userip\" value=\"216.73.216.221\"\/><input type=\"hidden\" name=\"psfb_useragent\" value=\"Mozilla\/5.0 AppleWebKit\/537.36 (KHTML, like Gecko; compatible; ClaudeBot\/1.0; +claudebot@anthropic.com)\"\/><input type=\"hidden\" name=\"psfb_landingpage\" value=\"http:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/312\"\/><input type=\"hidden\" name=\"psfb_referer\" value=\"Direct\"\/><input type=\"hidden\" name=\"psfb_page_id\" value=\"312\"\/><input type=\"hidden\" name=\"psfb_form_submit\" value=\"1\"\/><input type=\"hidden\" name=\"psfb_form_id\" value=\"783\"\/><input type=\"hidden\" name=\"psfb_form_cnt\" value=\"1\"\/><div style=\"display:none\"><input type=\"text\" name=\"psfb_hon_as\"\/><\/div><div style=\"display:none\"><input type=\"text\" name=\"psfb_hon_as2\" id=\"psfb_hon_as2_783_1\" value=\"4609dfb72bb7facec314bb2c3c5a4bae\"\/><\/div><div style=\"display:none\"><input type=\"text\" name=\"psfb_cnt_check\" value=\"1\"\/><\/div><div class=\"row\"><div class=\"col-md-12\"><div class=\"form-group psfb-single-container\"><label class=\"control-label\" for=\"psfield_783_1\">Name<\/label><input type=\"text\" name=\"Name\" value=\"\" class=\"form-control \" id=\"psfield_783_1\" style=\"\"\/><\/div><\/div><\/div><div class=\"row\"><div class=\"col-md-12\"><div class=\"form-group psfb-single-container\"><label class=\"control-label\" for=\"psfield_783_2\">E-Mail<span class=\"psfb_required_mark\">*<\/span><\/label><input type=\"email\" required=\"required\" data-required=\"required\" name=\"E_Mail\" value=\"\" class=\"form-control  \" id=\"psfield_783_2\" style=\"\"\/><\/div><\/div><\/div><div class=\"row\"><div class=\"col-md-12\"><div class=\"form-group psfb-single-container\"><label class=\"control-label\" for=\"psfield_783_3\">Ihre Meinung zum Artikel \"Die fr\u00fche Eltern-Kind-Beziehung\"<span class=\"psfb_required_mark\">*<\/span><\/label><textarea required=\"required\" data-required=\"required\" name=\"Ihre_Meinung_zum_Artikel__Die_fr_he_Eltern_Kind_Beziehung_\" class=\"form-control  \" id=\"psfield_783_3\" style=\"\"><\/textarea><\/div><\/div><\/div><div class=\"row\"><div class=\"col-md-12\"><div class=\"form-group psfb-single-container\"><div class=\"\">Ich habe die <a href=\"https:\/\/www.knetfeder.de\/kkpwp\/datenschutzerklaerung\/\">Datenschutzerkl\u00e4rung<\/a> gelesen und bin damit einverstanden.<\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"row\"><div class=\"col-md-12\"><div class=\"form-group psfb-single-container\"><div class=\"checkbox_wrapper\"><label class=\"checkbox-inline checkbox_wrapper\" style=\"\"><input data-required=\"required\" type=\"checkbox\" value=\"Ja! *\" name=\"Datenschutzerkl_rung[]\" id=\"psfield_783_5_1\">Ja! *<\/label><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"row\"><div class=\"col-md-12\"><div class=\"form-group psfb-single-container\"><div style=\"position:relative;z-index:1;\"><button type=\"submit\" class=\"btn btn-primary    \" id=\"psfield_783_6\" style=\"\">Senden<\/button><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/form>\n<p>*= Pflichtangabe<\/p>\n<h4><span style=\"color: #8080aa;\">Literatur zum Nachlesen:<\/span><\/h4>\n<h5>Bowlby, J. (1975): Bindung : Eine Analyse der Mutter-Kind-Beziehung. &#8211; M\u00fcnchen.<\/h5>\n<h5>Brazelton, T.B. &amp; Cramer, B. (1991): Die fr\u00fche Bindung : Die erste Beziehung zwischen dem Baby und seinen Eltern. &#8211; Stuttgart.<\/h5>\n<h5>Dornes, M. (2001): Der kompetente S\u00e4ugling. &#8211; Frankfurt am Main.<\/h5>\n<h5>Gebauer, K. &amp; H\u00fcther, G. (2004): Kinder brauchen Wurzeln : Neue Perspektiven f\u00fcr eine gelingende Entwicklung. &#8211; D\u00fcsseldorf.<\/h5>\n<h5>Keller, H. &amp; Lohaus, A. (2000): Was Dein Kind Dir sagen will. &#8211; Niedernhausen.<\/h5>\n<h5>Papou\u0161ek, M. &amp; Papou\u0161ek, H. (1981): Intuitives elterliches Verhalten im Zwiegespr\u00e4ch mit dem Neugeborenen. In: Sozialp\u00e4diatrie in Praxis und Klinik 3 (5), S. 229-239.<\/h5>\n<h5>Preuschoff, G. &amp; Cremer, A. (2001): Vom Lieben und Loslassen : die Mutter-Kind-Bindung in den ersten drei Lebensjahren. &#8211; D\u00fcsseldorf.<\/h5>\n<h5>Rauh, H. (1998): Fr\u00fche Kindheit. In: Oerter, R. &amp; Montada, L. (Hrsg.): Entwicklungspsychologie. &#8211; Weinheim.<\/h5>\n<h5>Schieche, M. (2001): St\u00f6rungen der Bindungs-Explorationsbalance und M\u00f6glichkeiten der Intervention. In: Suess, G. (Hrsg.): Bindungstheorie und Familiendynamik. &#8211; Gie\u00dfen.<\/h5>\n<h5>Spangler, G. &amp; Zimmermann, P. (Hrsg.) (1999): Die Bindungstheorie : Grundlagen, Forschung und Anwendung. &#8211; Stuttgart.<\/h5>\n<h5>Stern, D. (1979): Mutter und Kind. Die erste Beziehung : Das Kind und seine Entwicklung. &#8211; Stuttgart.<\/h5>\n<p><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" style=\"display: none;\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/4e0c3795f75c4200b669e2fa281ad4d9\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>. .. &#8230; Bindungsaufbau im allt\u00e4glichen Austausch \u00bbDie Bindungstheorie ist vor allem ein besonderer Weg, \u00fcber menschliche Entwicklung nachzudenken.\u00ab ( Grossmann; Grossmann; Winter &amp; Zimmermann: Bindung und seelische Entwicklungswege ) Der folgende Text ist im Rahmen meiner Diplomarbeit entstanden. Die Arbeit besch\u00e4ftigt sich mit der elterngerechten Vermittlung von bindungstheoretischen Konzepten und Ergebnissen der Eltern-S\u00e4uglings-Interaktionsforschung in &hellip; <\/p>\n<p><a class=\"more-link btn\" href=\"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/eltern-kind-beziehung\/\">Continue reading<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/312"}],"collection":[{"href":"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=312"}],"version-history":[{"count":76,"href":"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/312\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2678,"href":"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/312\/revisions\/2678"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/knetfeder.de\/kkpwp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=312"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}